Anfrage Haasenburg – Was weiß das Jugendamt?
Mit einer weiteren Anfrage möchte Stadträtin Dagmar Henn mehr Transparenz bei der Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in geschlossenen Heimen schaffen. Wenn Fachaufsicht versagt, kann nur Öffentlichkeit Missstände verhindern.
München, den 07.08.2013
Anfrage: Haasenburg – was weiß das Jugendamt?
Nachdem auf unsere Anfrage hin bekannt wurde, dass Münchner Jugendliche in den Haasenburg-Einrichtungen untergebracht sind, hat das Jugendamt erklärt, ihm seien keine Beschwerden aus München bekannt.
Hierzu stelle ich folgende Fragen:
- Wie viele Münchner Kinder und Jugendliche befinden sich noch in welchen geschlossenen Einrichtungen außerhalb Bayerns?
- Wie hoch ist der Tagessatz, den das Stadtjugendamt München für die Unterbringung in den Einrichtungen der Haasenburg GmbH zahlt?
- Wie sehen die Partizipationsmöglichkeiten der Jugendlichen in den Einrichtungen der Haasenburg-GmbH aus, die vor Machtmißbrauch und Mißhandlungen schützen sollen?
- Hat das Stadtjugendamt München jemals einen unangekündigten Kontrollbesuch in einer der Haasenburg-Einrichtungen durchgeführt?
- Wie viele Beschwerden seitens in Haasenburg-Einrichtungen untergebrachter Jugendlicher sind im Laufe der Jahre aufgenommen worden?
- Wurden diese Beschwerden jeweils auch an das Landesjugendamt Brandenburg (die zuständige Aufsichtsbehörde) weitergeleitet?
- Kann es sein, dass Mitarbeiter des Jugendamts sich weigern, Beschwerden zu den Akten zu nehmen?
- Wurden schon einmal Jugendliche, die durch das Münchner Jugendamt in Einrichtungen der Haasenburg-GmbH untergebracht waren, wegen Kindswohlsgefährdung aus den Einrichtungen genommen? Was war der Anlass dafür? Warum wurden dennoch die Einrichtungen weiter belegt?
- Die Presse berichtete auch über zwei Todesfälle; einer davon ein Mädchen, das, wie der SPIEGEL berichtete, kurz zuvor eine Anzeigen wegen sexueller Belästigung gestellt hatte. War einer der verstorbenen Jugendlichen aus München? Falls ja, welche Konsequenzen hat das Stadtjugendamt aus diesem Vorfall gezogen?
Dagmar Henn
Stadträtin DIE LINKE.
Bitte beachten Sie dazu auch die Dokumentzusammenstellung unter dem Punkt Dateien: "zweite_materialsammlung_haasenburg.pdf"
Stichwort: 130807_SOZ_DH_Anfrage_Haasenburg_was_weiss_das_Jugendamt
Dateien
- 130807 SOZ DH Anfrage Haasenburg was weiss das Jugendamt
PDF-Datei (80 KB) - zweite materialsammlung haasenburg
PDF-Datei (134 KB)
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