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Antrag: Mehr Personal in den städtischen Kliniken - Schluss mit der permanenten Arbeitsverdichtung!

Der Betriebsrat des Klinikums Bogenhausen legt in einem Brief, die schlechten Arbeitsbedingungen offen. Besonders leiden die Beschäftigten unter der Überlastung durch Arbeitsverdichtung und chronischer Unterbesetzung. Stadtrat Akman will durch einen Antrag für mehr Pflegepersonal und damit für bessere Arbeitsbedingungen und die Entlastung der Beschäftigten sorgen.

Der Stadtrat möge beschließen:

  1. Bürgermeister Monatzeder und das Referat für Umwelt und Gesundheit setzten sich gemeinsam dafür ein, dass in den städtischen Kliniken das Pflegepersonal in ausreichendem Maße aufgestockt wird.

  2. Das Referat für Umwelt und Gesundheit erstellt ein Konzept, um die Arbeitsbedingungen und die Arbeitsqualität für die Beschäftigten in den städtischen Kliniken zu verbessern und die Überlastung durch die Arbeitsverdichtung und die chronische Unterbesetzung zu verhindern.

  3. Über den Stand der Umsetzung des Antrags wird der Stadtrat informiert.


Begründung:

Von 2004 bis 2008 wurden in den städtischen Kliniken 550 Stellen im Pflegebereich abgebaut. Gleichzeitig verkürzte sich die Verweildauer der Patienten von 7,9 Tage im Jahr 2006 auf 7,4 Tage im Jahr 2008. Somit müssen deutlich mehr Patienten in kürzerer Zeit behandelt werden.
Das Pflegepersonal ist durch die Arbeitsverdichtung und der damit einhergehenden Verschlechterung der Arbeitsbedingungen zunehmend überlastet. Laut dem Betriebsrat des Klinikums Bogenhausen, können auch die Pausenzeiten nicht eingehalten werden, weil die Stationen chronisch unterbesetzt sind. Dies hat auch Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit der Beschäftigten.
Nur gesunde und zufriedene Beschäftigte können vollen Einsatz und volle Leistung erbringen. Gerade im Bereich der Gesundheitsversorgung tragen die Beschäftigten eine enorme Verantwortung für die Menschen. Daher ist es besonders wichtig, dass sie nicht überlastet sind und ihrer Arbeit konzentriert nachgehen können. Die kommunalen Unternehmen haben in der Beschäftigungspolitik eine Vorbildfunktion und sollten dieser auch gerecht werden.
Die Tätigkeit des Pflegepersonals wird durch den Personalmangel in einzelne Arbeitsschritte zerlegt. So rennt beispielsweise eine Pflegekraft über die ganze Station, um bei den Patienten Blutdruck zu messen, anstatt sich auf einen Patienten und dessen optimale Versorgung konzentrieren zu können. Die ganzheitliche Behandlung eines Patienten wird dadurch unmöglich.
Dies spiegelt sich auch in der Verteilung der Patientenbeschwerden wieder. Der größteTeil der Beschwerden, richtet sich an die pflegerische und medizinische Versorgung.


Orhan Akman

Stadtrat der LINKEN.


Der Antrag im Original als PDF.


100304_OA-Antrag_MehrPersonal_Kliniken

 

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