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10 Jahre Trauer – 10 Jahre offene: Die Linke fordert Untersuchungsausschuss auf Länderebene

Gemeinsame Presseerklärung der Stadtratsfraktion in München und dem stellvertretenden Bundesparteivorsitzenden Ateş Gürpınar, Die Linke:

Am 22. Juli vor 10 Jahren wurden neun junge Menschen aus ihrem Leben gerissen. Von einem Rassisten und Rechtsextremisten, der sie aufgrund ihres Aussehens tötete. Der Schmerz sitzt auch zehn Jahre später noch sehr tief. Erinnern heißt kämpfen. Die Namen müssen jedes Jahr wieder genannt werden und es muss jedes Jahr wieder daran erinnert werden, was es war: ein rechtsextremistischer und rassistischer Terroranschlag. In tiefer Trauer erinnern wir an: 

Armela Segashi

Can Leyla

Dijamant Zabërgja

Guiliano Kollmann

Hüseyin Dayıcık

Roberto Rafael

Sabine S.

Selçuk Kılıç

Sevda Dağ

 

Jahrelang mussten Angehörige und Überlebende dafür kämpfen, dass die Tat als rechter Terroranschlag eingestuft wurde. Dazu der stellvertretende Bundesparteivorsitzende Ateş Gürpınar: „Der Umgang der Behörden macht fassungslos: Obwohl es ein eindeutiges Bekennerschreiben des Täters gab, haben sich die bayerischen Behörden jahrelang geweigert, den Anschlag als rechtsextremistisch und rassistisch einzustufen. Stattdessen immer wieder von Amoklauf zu sprechen und somit die Wahrheit zu vertuschen, war kein Versehen, sondern eine gezielte Verharmlosung von rechtem Terror.“

Der Fraktionsvorsitzende im Münchner Stadtrat Stefan Jagel, Die Linke, fordert: „Dank dem Mut und der Stärke der Angehörigen und Überlebenden wurde die Tat endlich als rechtsextremistisch eingestuft und erst letzte Woche wurde eine entsprechende Gedenktafel am Münchner Rathaus angebracht. Aber wir sind noch längst nicht am Ziel. Ganz im Gegenteil. Es sind immer noch so viele Fragen offen. Immer noch wird der Tathergang verschleiert. Wir fordern auf Landesebene einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss.“

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