Neuer Mietspiegel: Weiter kein Ende der Mietenkatstrophe in Sicht
Das Sozialreferat der Stadt München hat die Zahlen zum Mietspiegel 2025 vorgelegt. Demnach liegt die ortsübliche Nettomiete nun bei 15,38 Euro / m2 – 32% mehr als 2019.
Das Sozialreferat der Stadt München hat die Zahlen zum Mietspiegel 2025 vorgelegt. Demnach liegt die ortsübliche Nettomiete nun bei 15,38 Euro / m2 – 32% mehr als 2019.
Fraktionsvorsitzender im Münchner Stadtrat Stefan Jagel, Die Linke, erklärt dazu: „Dem neuen Mietspiegel ist jahrzehntelange Arbeitsverweigerung in der Mietenpolitik deutlich anzusehen – Ein Ende der Mietenkatastrophe ist weiterhin nicht in Sicht. Um die Wohnsituation für einen Großteil der Bevölkerung nicht völlig gegen die Wand zu fahren, brauchen wir dringend einen bundesweiten Mietendeckel.
Wohnungsneubau allein ist keine Lösung. Denn selten entstehen hier leistbare Wohnungen. Die hohen Neubaumieten liegen sehr weit über dem, was sich die allermeisten Münchner*innen leisten können. Hohe Mieten müssen abgesenkt werden. Mit dem qualifizierten Mietspiegel kann die Stadt Mietwucher nach §5 des Wirtschaftsstrafgesetzes verfolgen. Wucher liegt vor, wenn die ortsübliche Vergleichsmiete um mehr als 20 Prozent überschritten wird. Es braucht jetzt mehr Stellen in der Verwaltung, um schnellstmöglich gegen Wuchermieten vorzugehen.
Stefan Jagel abschließend: „Solange die Stadt nicht mehr Stellen für den Bereich schafft, hilft es nur selbst tätig zu werden. Wir werden Mieterinnen und Mieter weiter unterstützen, gegen Wuchermieten vorzugehen und Mietergemeinschaften zu gründen.“

