Möbliertes Wohnen auf Zeit in München beenden – Rechtsgutachten zeigt Weg, gegen Verdrängung vorzugehen
Fast jede vierte angebotene Wohnung in München wird aktuell möbliert vermietet. Die Aktion der Stadtratsfraktion „Münchens dreistester Vermieter“ hat gezeigt, dass Preise für möblierte Wohnungen mit über 100 Euro pro Quadratmeter durchaus üblich sind.
Diese Preise sind allerdings kein Naturgesetz. Ein vom Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf in Auftrag gegebenes Gutachten kommt zu dem Schluss, dass das Geschäftsmodell der möblierten Vermietung in Erhaltungssatzungsgebieten gestoppt werden kann. Seitdem wird laut Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Christoph Brzezinski (CDU), in Charlottenburg-Wilmersdorf Wohnen auf Zeit unterbunden.
Fraktionsvorsitzender im Münchner Stadtrat Stefan Jagel, Die Linke, erklärt dazu: „Das Rechtsgutachten ermöglicht das Verbot von möblierten Wohnungen. Wir fordern dies mit Nachdruck vom Sozialreferat sowie von der Regierungskoalition.“
Die Stadtratsfraktion Die Linke / Die PARTEI fordert in einem Antrag, dass auch in München möbliertes Wohnen in Erhaltungssatzungen verboten wird und eine Überprüfung aktuell vermieteter möblierter Wohnungen.
Stefan Jagel, Die Linke, abschließend: „Das Geschäftsmodel mit möblierten Wohnungen muss ein Ende haben. Grüne und SPD sollten aufhören, die Verantwortung bei der Wohnungsfrage immer nur anderen zuzuschieben. Was ein Berliner CDU-Bezirksrat schafft, muss auch ein Münchner SPD-Oberbürgermeister hinbekommen!“
Hier geht's zum Antrag im RatsInformationsSystem:

