Antrag: Leerstand vermeiden und Abrisshäuser der Münchner Wohnen möglichst lang vermieten
Der Stadtrat beauftragt den Oberbürgermeister Dieter Reiter als Aufsichtsratsvorsitzenden der Münchner Wohnen, dass in Zukunft Leerstand vermieden wird und Abrisshäuser möglichst lang vermietet werden, bis es durch die Maßnahmen nicht mehr möglich ist.
Begründung
Viele ehemalige GWG-Häuser, die heute im Besitz der Münchner Wohnen sind, sollen in den nächsten Jahren abgerissen werden. In einigen Fällen, wie in der Karlingerstraße wurden in den letzten Jahren Mieter*innen mit befristeten Mietverträgen in leerstehende Wohnungen gelassen, um Leerstand angesichts der angespannten Wohnraumsituation in der Stadt zu vermeiden. Oft könnten die Mieter*innen noch länger dort wohnen, weil sich die Baumaßnahmen teilweise um Jahre verschieben. Allein am Harthof standen über 150 Wohnungen teils jahrelang leer, ohne dass die geplanten Baumaßnahmen begonnen haben. Wohnraum für Hunderte Menschen.
Statt die Häuser ganz oder teilweise leer stehen zu lassen, sollten betroffene Haushalte weiter befristet dort wohnen können, bis es wirklich zu den Abrissmaßnahmen kommt. Dies mildert zum einen die Wohnungskrise zumindest ein wenig und gibt zum anderen der Münchner Wohnen zusätzliche Einnahmen. Leerstehende Wohnraum ist für eine städtische Wohnungsgesellschaft ein schlechtes Geschäft. Die steigenden Leerstandszahlen der Münchner Wohnen sind kein gutes Zeichen. Mittlerweile ist die Leerstandsquote wieder bei 2 % angekommen. Sie hat sich damit im Vergleich zu 2020 mehr als verdoppelt.
Initiative:
Stadtrat Stefan Jagel
Gezeichnet:
Stadträtin Marie Burneleit
Stadträtin Brigitte Wolf
Stadtrat Thomas Lechner
Hier geht's zum Antrag im RatsInformationsSystem: https://risi.muenchen.de/risi/antrag/detail/9271373

