Kulturabgabe bei Großveranstaltungen – Stadtregierung muss Stellung beziehen
Immer mehr kommerzielle Großveranstaltungen in dieser Stadt haben sowohl Messe München als auch der Olympiapark GmbH in den letzten Jahren Rekordgewinn beschert. Gleichzeitig leiden kleinere kulturelle Institutionen, die Subkultur und selbst etablierte Theater unter den massiven Kürzungen im Kulturhaushalt.
Kulturpolitische Sprecherin der Fraktion Katharina Horn, Die Linke, kritisiert: „Was gerade in München passiert, ist meiner Meinung nach genau die falsche Richtung. Immer mehr Riesenevents und immer weniger Kulturförderung. Immer mehr Kommerz verdrängt die Subkultur.“
Als Teil eines Zehn-Punkte-Plans zur Rettung der Kultur in München, hatte Die Linke letztes Jahr eine Kulturabgabe von 2 Euro pro Ticket in der Messe und dem Olympiapark beantragt. Beide Tochtergesellschaften finden die Idee zwar gut, wollen Sie aber lieber nicht umsetzen.
Kulturpolitische Sprecherin der Fraktion Katharina Horn, Die Linke, fordert: „Die Münchner Szene hat eine solche Kulturabgabe dringend nötig und sie wäre für alle Beteiligten verkraftbar. Olympiapark und Messe München argumentieren, dass sie einen Wettbewerbsnachteil hätten. Was ein unsinniges Argument! Als ob jemand wegen zwei Euro lieber auf ein Konzert nach Hamburg fährt, obwohl München viel näher ist.“
Die Beantwortung des Antrags ist lediglich eine betriebswirtschaftliche Argumentation der beiden Tochtergesellschaften, warum sie keine 2 Euro Preiserhöhung zugunsten der Münchner Kultur einführen wollen. Die Linke im Münchner Stadtrat fordert nun eine politische Einordnung
Hier geht's zum Antrag im RatsInformationsSystem: https://risi.muenchen.de/risi/antrag/detail/9504682

