Feiern in der Schellingstraße: Gemeinsame Lösung statt Generalverdacht einzelner Läden

Im Streit um Lärmbelästigung und Verschmutzung im Univiertel gehen die Verbote des KVR viel zu weit. Das Verbot von Alkohol- und Chipsverkauf trifft vereinzelte Läden besonders stark, löst aber die eigentlichen Probleme nicht. Menschen, die sich kein teures Bier im Sitzen leisten können, werden so aus dem öffentlichen Raum gedrängt.

Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Marie Burneleit, Die PARTEI, erklärt dazu: „Lärm, Müll oder andere Konflikte im öffentlichen Raum verschwinden nicht, nur weil fünf Kioske jetzt ihre Rollläden früher runterlassen müssen. Verbote sind schnell verhängt, aber lösen nichts. Wenn die Stadt wirklich konsequent gegen Lärm und Schmutz wäre, gäbe es längst ein Alkoholverbot auf der Wiesn. Aber da wird halt lieber mit zweierlei Maß gemessen, Volkskultur darf stören, Kioskkultur nicht.“

Die Fraktion Die Linke / Die PARTEI fordert deshalb in einem Antrag, dass die Verkaufsverbote zurückgenommen werden und stattdessen eine gemeinsame Lösung im Viertel gefunden wird.

Hier geht's zum Antrag im RatsInformationsSystem:

https://risi.muenchen.de/risi/antrag/detail/9255523