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Welttoilettentag am 19.11. Reiters „WC-Offensive“ nur für Biesler*innen mit Kleingeld?

Es vergeht kaum ein Monat, an dem Dieter Reiter sich nicht als Toiletten-Bürgermeister inszeniert. Sei es in der Presse[1] oder mit modern geschnittenem Instagram-Reel[2]. Fragt sich nur, für wen.

 

Die Linke im Münchner Stadtrat hat in einem Antrag eine Beschleunigung des Ausbaus kostenloser und barrierefreier öffentlicher Toiletten gefordert. In einer Antwort auf unseren Antrag verweist die Stadtverwaltung auf die vielen im Stadtgebiet aufgestellten Toiletten, ignoriert aber zwei wichtige Details: kostenlos und barrierefrei sollen sie sein.

 

Der Behindertenbeirat hat in seiner Stellungnahme zur Antwort bereits darauf verwiesen, dass die angesprochenen Toiletten nicht kostenlos und nur die wenigsten barrierefrei sind.

 

Fraktionsvorsitzender Stefan Jagel (Die Linke) dazu: „Man stellt sich schon die Frage, wem Dieter Reiter es in der Münchner Innenstadt angenehm gestalten will und wer lieber nicht zu lange hier verweilen sollte. Kostenlose, barrierefreie Toiletten würden alle entlasten: Menschen mit wenig Geld, aber auch die Gastro. Warum wird hier nicht auf die Auffassung des Behindertenbeirats gehört, dass nur kostenfreie Nutzung das öffentliche Urinieren unterbinden kann?“

 

Beispiele für problematische Toiletten sind die im Sprenggeschoß am Isartor und am Odeonsplatz. Die fallen für Rollstuhlfahrer*innen weg. Die nächste Toilette wäre dann einen halben Kilometer entfernt. Zu weit für mobilitätseingeschränkte Personen und Senior*innen, wie der Behindertenbeirat fortführt.

 


[1]https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/muenchens-oberbuergermeister-dieter-reiter-toilettensituation-der-stadt-beschaeftigt-mich-jede-woche-art-1053303

[2]https://www.instagram.com/reel/DQ7FtH4DT09/

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