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Nach 40 Jahren ist Schluss – Grün-Rot streicht beide Arbeitslosenzentren

Trotz steigender Arbeitslosenzahlen und eines wachsenden Beratungsbedarfs infolge der angekündigten Bürgergeld-Reformen hat die Rathauskoalition aus Grünen und SPD entschieden, die beiden Münchner Arbeitslosenzentren zu streichen. Damit endet nach rund 40 Jahren ein niedrigschwelliges und bewährtes Unterstützungsangebot für Menschen ohne Arbeit.

Fraktionsvorsitzender Stefan Jagel (Die Linke) kritisiert die Entscheidung aufs Schärfste: „Nach den Wohnungslosen und dem Migrationsbereich fallen nun auch die Erwerbslosen dem Spardruck der Regierungskoalition zum Opfer. Dass die beiden Einrichtungen nach 40 Jahren engagierter Arbeit nicht einmal einen Termin beim Wirtschaftsreferenten bekommen haben, zeigt einmal mehr, dass der Stadtspitze nur die Wirtschaft im Blick hat und nicht die Menschen in dieser Stadt.“

Mit der Schließung der beiden Arbeitslosenzentren verliert München ein wichtiges Stück sozialer Infrastruktur. In einer Zeit, in der Armut und Erwerbslosigkeit wieder zunehmen, sendet diese Entscheidung ein fatales Signal.

Die beiden Einrichtungen beraten jährlich rund 1.600 Menschen, viele davon mit komplexen Problemlagen. Besonders betroffen sind Menschen mit Sprachbarrieren, rechtlichen Unsicherheiten oder Schwierigkeiten, die digitalen Angebote der Behörden zu nutzen.

Jagel weist auch das Argument einer angeblichen „Doppelstruktur“ entschieden zurück: „Dieses Argument kann ich nicht mehr hören. Die Betroffenen einfach an das Jobcenter zu verweisen, obwohl man genau weiß, dass sie dort mit ihren Problemen nicht zurechtkommen, ist wirklich unerhört.“

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