Kultur retten statt Großveranstaltungen versprechen

Der Kulturausschuss stimmt heute über massive Kürzungen im Kulturbereich ab. Demnach sollen noch im laufenden Jahr 15,5 Millionen Euro eingespart werden. Das sind ca. zehn Prozent des gesamten Kulturetats. 

Stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Münchner Stadtrat Marie Burneleit, Die PARTEI, erklärt dazu: „Die Kürzungen im Kulturreferat bringen viele Kulturinstitutionen in existenzielle Bedrohung. Die Stadt baut von den 15,5 Millionen lieber ein Tennisstadion und drückt eine aussichtslose Olympia-Bewerbung durch, anstatt die kulturelle Vielfalt zu schützen.“

Auf seinem Kulturempfang im Juli hat Oberbürgermeister Dieter Reiter noch gesagt, niemandem sei in dieser Stadt die Kultur so wichtig wie ihm. Investitionen in die Kultur seien das Fundament im Kampf gegen die Feinde von Rechts. 

Stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Münchner Stadtrat Marie Burneleit, Die PARTEI, findet das heuchlerisch: „Dass Kultur elementarer Bestandteil einer demokratischen Gesellschaft ist, scheint Dieter Reiter ja verstanden zu haben. Nur ist sie ihm offensichtlich nichts wert oder er kämpft, statt gegen Rechts, lieber für Sportgroßereignisse.“