IHK-Standortumfrage 2025 legt Versagen der Münchner Wohnungspolitik schonungslos offen
Die IHK stellt im heutigen Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft ihre neue Standortumfrage vor. Sie warnt darin vor „Nachteilen für Unternehmen und deren Mitarbeitende“ durch die Mietenkatastrophe und fordert dringende „Maßnahmen für den Ausbau von bezahlbarem Wohnraum“.
Fraktionsvorsitzender Stefan Jagel (Die Linke) erklärt dazu: „München verliert Fachkräfte, weil Wohnen hier zum Luxus geworden ist. Ohne eine radikale Kehrtwende in der Wohnungspolitik wird München unsozialer, teurer und ungleicher. Selbst die Wirtschaft klingelt inzwischen Alarm und die Stadtpolitik hört immer noch nicht richtig hin.“
Vor allem kleine Unternehmen finden keine Fachkräfte mehr, die sich den Standort München leisten können. Ein Einzelhändler z.B. (10 Mitarbeitende, seit 2014 am Standort) fasst das Problem in der Broschüre drastisch zusammen: „Es gibt zu wenige Fachkräfte, die sich den Standort leisten können. Ursachen sind unter anderem mangelnde Attraktivität für junge Menschen und eine unzureichende Wohnungspolitik.“
Die Linke sieht in der IHK-Umfrage eine klare Bestätigung ihrer langjährigen Warnungen: Die Investoren-freundliche Wohnungspolitik der vergangenen Jahre hat München an den Rand einer sozialen und wirtschaftlichen Krise geführt.
„Wenn kleine Betriebe keine Mitarbeitenden mehr finden, weil diese sich kein Dach über dem Kopf mehr leisten können, bringen uns Google und Co auch nichts mehr. Wir brauchen endlich eine Politik, die mutig genug ist, gegen die Profitinteressen großer Konzerne vorzugehen – sonst wird München zur Stadt der Verdrängten.“, so Jagel.

