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Datenpanne beim KVR: Schutz für Betroffene hat höchste Priorität

Quelle: Pixabay/Geralt

Wie das Kreisverwaltungsreferat gestern mitteilte, kam es bei der Bekanntgabe der Migrationsbeiratswahlen zu einer Datenpanne. Anstelle eines anonymisierten Dokuments wurde eine Pdf hochgeladen, auf dem nicht nur die Klarnamen der Kandidierenden, sondern auch deren Anschrift zu sehen waren. 

Ehrenamtlicher Stadtrat Arif Haidary, Die Linke, ist seit drei Jahren Mitglied des Migrationsbeirates: „Die Wahrscheinlichkeit, angegriffen zu werden ist für politisch aktive Migrant*innen extrem hoch – vor allem vor dem Hintergrund des aktuellen Rechtsrucks. Viele der Kandidat*Innen waren in ihren Heimatländern politisch aktiv und verfolgt. Dass ihre Anschriften jetzt im Internet zu finden sind, ist ein absoluter Alptraum.“

Nach ein paar Stunden bemerkte das KVR die Panne und nahm die Datei wieder offline. Trotzdem waren die Daten lange genug zugänglich. Die Frage bleibt, wie gerade bei so sensiblen Daten eine solche Panne passieren kann.

Fraktionsvorsitzender, Stefan Jagel, Die Linke, sieht in dem Vorfall auch einen Zusammenhang zur personellen Unterbesetzung in der Verwaltung: „Unterbesetzung führt zu Überlastung und das führt nachweislich zu einer höheren Fehleranfälligkeit. Jetzt muss der Schutz der betroffenen Kandidierenden höchste Priorität haben.“

Die Linke Fraktion hat deshalb eine Anfrage gestellt, die genau diese Fragen klären soll.

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