Causa Reiter: Entlohnung wurde wohl bereits festgelegt – Rückzug aus den Gremien des FCB reicht nicht

Dieter Reiter zieht nun zum ersten Mal Konsequenzen aus der Affäre um Tätigkeiten und Nebeneinkünfte beim FC Bayern. Es kann aber nicht dabei bleiben, die Tätigkeiten in Zukunft niederzulegen. 

Fraktionsvorsitzender im Münchner Stadtrat Stefan Jagel (Die Linke) kommentiert: „Es ist die richtige Konsequenz, dass Reiter nach einer Entschuldigung nun auch die Ämter niederlegt. Aber ich glaube nicht, dass es genug ist, um das verloren gegangene Vertrauen in das Amt und die gesamte Politik wieder herzustellen. Dafür muss den Vorwürfen auch rechtlich nachgegangen werden, um den Menschen zu zeigen, dass auch ein Oberbürgermeister damit nicht durchkommt.“

Bisher war nicht klar, wer für die Höhe der Aufsichtsratsvergütung zuständig ist. Der Linken im Münchner Stadtrat liegen Papiere vor, die nahelegen, dass die Hauptversammlung des FC Bayern nicht nur die Aufsichtsräte wählt, sondern auch für die Höhe der Aufsichtsratsvergütung zuständig ist. Reiters Aussage, er wisse nicht, ob er überhaupt Geld dafür bekomme, scheint dadurch nicht sehr plausibel.

Fraktionsvorsitzender im Münchner Stadtrat Stefan Jagel (Die Linke): „Die Karten liegen immer noch nicht offen auf dem Tisch. Reiter muss vor der Wahl für volle Transparenz sorgen. Nur ein Rückzug und Spenden, reicht nicht. Es gibt einen Maßstab jenseits von Geld.“

Die Linke im Münchner Stadtrat erwartet bis nächste Woche eine volle Offenlegung aller Details zu Dauer, Entlohnung und Ablauf der Ereignisse.