Ausbauoffensive Erneuerbare Energien gescheitert – lokal handeln, statt global zu investieren!
Wie die SZ berichtet, sind die Stadtwerke München (SWM) mit ihrem Ziel, bis 2025 100% des Stromverbrauchs Münchens durch Erneuerbare Energien zu erzeugen, gescheitert. Noch im Juli letzten Jahres wurde die Zielerreichung von SWM, Grünen und SPD gefeiert.
Jetzt stellt sich heraus, dass die Wähler*innen getäuscht wurden und die Realität erst nach der Wahl bekannt wird. Die Linke fordert seit dem Start der Ausbauoffensive Erneuerbare Energien 2009, dass die SWM lokal handeln, statt global zu investieren.
Christian Schwarzenberger, Stadtrat der Fraktion die Linke: „Die Ausbauoffensive war und ist eine Greenwashing-Kampagne. Der vermeintliche Erfolg letztes Jahr ist nur durch einen starken Rückgang des Verbrauchs in München zustande gekommen. Sich trotzdem zu feiern, während das Ziel offensichtlich verfehlt wurde, schlägt dem Fass den Boden aus.“
Katharina Horn, Stadträtin der Fraktion Die Linke: „Als kommunaler Energieversorger müssen die SWM die Potentiale vor Ort ausschöpfen, statt als globaler Investor aufzutreten. Ohne den Ausbau der Erneuerbaren in der Region wird es unmöglich sein, die beiden großen Gaskraftwerke abzuschalten und wirklich klimaneutral zu werden. Das Potenzial ist da, wir müssen es nur nutzen. Das scheint aber eher unrealistisch, wenn man bedenkt, dass das Klimaziel 2030 nicht mehr im Koalitionsvertrag steht.“
Die Windparks in Norwegen und Schweden sind nicht nur gegen lokale Interessen (z.B. die der indigenen Bevölkerung der Sami) gebaut worden und schrieben immer wieder rote Zahlen. Wegen fehlenden Stromnetzen werden sie oft abgeregelt und der Strom gelangt nicht nach München.

