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Erwirtschaften die Stadtwerke Gewinne mit dem Wasserpreis?

Die Stadtwerke München GmbH wirbt auf ihrer Internetseite mit ihren günstigen Preisen. Stadtrat Akman will es genau wissen und stellt eine Anfrage, wie der Wasserpreis zustande kommt und ob die Stadtwerke damit Gewinne erwirtschaften.

München, 16.3.2009

Anfrage zum Wasserpreis in München

Die Stadtwerke (SWM) werben auf ihrer Internetseite damit, dass bei M-Wasser nicht nur die Qualität, sondern auch der Preis sich sehen lassen kann. Demnach kostet ein Kubikmeter Wasser bei den SWM 1,4873 Euro (netto 1,39 Euro, Stand: 1. Januar 2009). Aus den „Gemeinsame ‚Allgemeine Bedingungen und Tarif für den Wasseranschluss und die Wasserversorgung nach Standardverträgen der SWM Versorgungs GmbH und der SWM Infrastruktur GmbH‘ – Anlage zur AVBWasserV -“, Punkt 6 Wasserpreis geht hervor, dass sich der Wasserpreis aus dem Verbrauchspreis, dem Grundpreis und ggf. aus einem Bereitstellungspreis errechnet.

Vor diesem Hintergrund stelle ich folgende Fragen:

  1. Wie errechnet sich der Verbrauchspreis, der Grundpreis sowie der Bereitstellungspreis und damit der Wasserpreis insgesamt?
  2. Erfolgt die Kalkulation der Preise kostendeckend oder werden noch zusätzliche Gewinne erwirtschaftet, indem sich die Stadtwerke München GmbH bei der Preisgestaltung an marktüblichen Preisen orientiert?
  3. Bis zu welchem Zeitpunkt erfolgte eine rein kostendeckende Preiskalkulation?
  4. Wenn mit der Preiskalkulation noch zusätzliche Gewinne erwirtschaftet werden, wie hoch sind diese Gewinne (in Euro) in den letzten drei Jahren gewesen?
  5. Können die Stadtwerke München GmbH ohne die Erwirtschaftung von Gewinnen Wasser bereit stellen?

Begründung:
Im Interesse der Münchner Bevölkerung ist eine Offenlegung der Zusammensetzung des Wasserpreises sinnvoll und erforderlich. Ebenso ist von Interesse, ob die Stadtwerke München GmbH mit der Preisgestaltung Gewinne erzielt.

Orhan Akman
Stadtrat der LINKEN.


Stichwort: 090316_RAW_OA_Anfrage_Wasserpreis

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