Antrag (in Bearb.): Tram-Offensive 2030: Höhere Leistungsfähigkeit durch neue Trambahnwagen und angepasste Bahnsteige
Die Stadtratsgruppe DIE LINKE verlangt bei allen neu zu bauenden Trassen für ein erweitertes Trambahn-Netz breitere Tramsbahnzüge und breitere Schienen sowie eine entsprechend angepasste Bahnsteighöhe.
Antrag
Tram-Offensive 2030:
Höhere Leistungsfähigkeit durch neue Trambahnwagen und angepasste Bahnsteige
Der Stadtrat möge beschließen:
Die Stadtwerke München/Münchner Verkehrsbetriebe (MVG) werden aufgefordert, bei allen neu zu bauenden Trassen für ein erweitertes Trambahn-Netz
Bei den für eine Erweiterung des Streckennetzes nötigen Neuanschaffung von Trambahnzügen nur Züge mit einer Breite von 2,65m zu bestellen
Die Schienen so zu verlegen, dass auch Trambahnzüge mit einer Breite von 2,65 m verkehren können,
Die Bahnsteige in angemessener Höhe – d.h. an die Einstiegshöhe der Trambahnwagen angepasste Höhe – von 0,28 m bis 0,32 m zu bauen.
Begründung:
Die Münchner Trambahn muss in den nächsten Jahren Zug um Zug erweitert werden, sie muss je Zugeinheit leistungsfähiger werden und vor allem muss sie auch inklusiver werden.
Durch neue etwa 6-teilige Züge mit einer Breite von 2,85m – statt der bisherigen schmaleren Züge mit nur 2,35 Breite – können die Kapazitäten je Waggon erheblich erhöht werden. Dies kann beispielhaft an den Zügen der Stuttgarter Straßenbahn (SSB) beobachtet und überprüft werden. Trotz der dort schwierigen Topographie sind die Züge sowohl innerstädtisch unterirdisch wie auch überirdisch im Einsatz. Außerdem reichen die Strecken bis ins Umland (z.B. Filder). Außer in Stuttgart verkehren solche Züge auch schon - eine Variante des Avenio - in Budapest.
Selbstverständlich müssen dazu die Schienen mit dem erforderlichen „Gleisachsenabstand“ von 3,05 m verlegt werden.
Durch eine Anpassung der Bahnsteighöhen kann gewährleistet werden, dass sowohl Kinderwägen als auch vor allem Rollstühle und Rollatoren problemloser in die Waggons fahren können.
Cetin Oraner (DIE LINKE), Brigitte Wolf (DIE LINKE)
