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Antrag (in Bearb.): Kinder- und Jugendarbeit stärken: Kinder raus in die Stadt – die Stadt öffnet sich für Alltagserfahrung von Kindern und Jugendlichen

Stadtrat Cetin Oraner (DIE LINKE) verlangt , bei der Kooperativen Ganztagsbildung solle darauf geachtet werden, dass sowohl Tendenzen zur Verschulung als auch zur reinen Nachmittags-Verwahrung ausgeschlossen werden, sondern Freiräume für Kinder und Jugendliche bleiben.

Antrag

Kinder- und Jugendarbeit stärken:
Kinder raus in die Stadt – die Stadt öffnet sich für Alltagserfahrung von Kindern und Jugendlichen

Der Stadtrat möge beschließen:

Fast zwei Dutzend Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit widmen sich in der Landes-hauptstadt der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Bei allen städtebaulichen Maßnahmen wird daher verstärkt beachtet,  dass Freiräume erhalten bleiben, in denen Kinder- und Jugendliche auch ohne institutionelle Betreuung und Anleitung ihre Umgebung entdecken können.

Bei der Umsetzung der geplanten 10 Modellschulen für den „kooperativen Ganztag“ wird den Trägern der nachmittäglichen Betreuung ermöglicht, mit den Kindern u. Jugendlichen den „Erlebnis-raum Stadt“ zu erschließen. Haftungsrechtliche Hindernisse werden mit Hilfe der Stadt ausgeräumt.

Bei den Kriterien zur Auswahl der Betreuungs-Partner im Rahmen der Kooperativen Ganztagsbildung wird darauf geachtet, dass sowohl Tendenzen zur Verschulung als auch zur reinen Nachmittags-Verwahrung ausgeschlossen werden.

Begründung:
Das im KJHA vom 16.Jan. 2020 zur Kenntnis genommene Eckpunktepapier zur Fortschreibung „Spielen in München – Bezugsrahmen und Perspektiven zum Konzept“ enthält zwar sehr viele richtige Erkenntnisse („Spielen ist eine sowohl für die Entwicklung des Individuums aber auch für die Weiterentwicklung der Stadtgesellschaft bedeutsame und notwendige Erfahrung“) und gute Absichtserklärungen („Die Stadt in ihrer Gesamtheit soll als positiver Lern-, Erfahrungs-, Erlebnis- und Entwicklungsraum erfahrbar sein“), Ansätze für eine konkretere Umsetzung des Konzepts reduzieren sich jedoch u.a. auf die Spielflächenversorgungsplanung.

Dieser hohe Abstraktionsgrad lässt viel Raum für Fehlentwicklungen.

Die sehr gegensätzlichen Strukturprinzipien von Schule und Jugendhilfe müssen daher bewusst zu einem gemeinsamen Rahmen zusammengefügt werden. So müssen die beauftragten Träger der Jugendhilfe auch Möglichkeiten haben, außerhalb des Schulumfeldes mit den Kindern und Jugendlichen Erfahrungen zu sammeln.

Cetin Oraner (DIE LINKE)

Originalvorlage als PdF-Dokument

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