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Anfrage (in Bearb.): Wie kann die Landeshauptstadt die Situation insbesondere der Grundschullehrer*innen verbessern?

Stadtrat Cetin Oraner (DIE LINKE) fordert eine Entlastung und verstärkte Weiterbildung für Grundschullehrer*innen.

Anfrage

Wie kann die Landeshauptstadt die Situation insbesondere der Grundschullehrer*innen verbessern?

Der bayerische Kultusminister hat ganz offensichtlich angesichts der Misere an den Grundschulen eine Notbremse gezogen, in dem er den Grundschullehrer*innen eine Arbeitszeit-Verlängerung verordnete. Die zuständige Gewerkschaft Erziehung Wissenschaft GEW hat hingegen aufgezeigt, welche Maßnahmen dringend erforderlich wären, um den Beruf des Grundschullehrers attraktiver zu machen.

Dazu gehört die Aufhebung der überkommenen und längst überholten Entgelt-Differenzierung je Schultyp: auch Grundschullehrer brauchen die gleiche Einwertung wie Gymnasiallehrer – dafür sollte sich jedenfalls Oberbürgermeister Dieter Reiter beim Freistaat einsetzen.

Nach Analyse der GEW gibt es jedoch zwei Problembereiche, die im kommunalen Zuständigkeitsbereich liegen: die Entlastung der Grundschullehrer*innen durch vermehrten Einsatz von Schulsozialpädagog*innen und Schulpsycholog*innen und verstärkte Weiterbildungsangebote.

Wir bitten Herrn Oberbürgermeister daher um Beantwortung folgender Fragen:

1. Gemäß Vorlage des RBS für den Bildungsausschuss am 04.03.2020 beträgt der Migrations-anteil an den Grundschulen 53,26%, an den Mittelschulen sogar 80,56%! Die Lehrkräfte brauchen also dringend Entlastung. Mit welchen Schritten können so viele Stellen für Schulsozialpädagog*innen geschaffen werden, dass im Normalfall für alle Grundschul-klassen zwei Pädagog*innen eingesetzt werden können?

2. Wie können die Weiterbildungsangebote am PI, dem städtischen Pädagogischen Institut, auch für Lehrer*innen so ausgeweitet und angepasst werden, dass gerade für Grund-schullehrer*-innen die Herausforderungen wie zunehmende Heterogenität der Schülerschaft und neue medienpädagogische Anforderungen besser bewältigt werden können?

3. Zwar findet die Aus- und Weiterbildung der Lehrer*innen vor allem an den Instituten des Freistaats statt. Wie können auch durch die Landeshauptstadt Anreize und Angebote - etwa am PI - geschaffen werden, damit junge Gymnasiallehrer*innen, die oftmals keine Stelle finden, sich zu Grundschullehrer*innen weiterbilden lassen?

 

Cetin Oraner (DIE LINKE)

 

Originalvorlage als PdF-Dokument

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