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Stefan Jagel

Gesundheitliche Versorgung und Gesundheitsförderung in der Stadtplanung verankern

 

Das Gesundheitsreferat wird unter Beteiligung des Referats für Stadtplanung und Bauordnung gebeten, dem Stadtrat ein Konzept vorzulegen, wie Angebote der medizinischen Versorgung, der Gesundheitsvorsorge, der Gesundheitsförderung und Angebote gesundheitlicher Prävention sowie aber auch die Versorgung von Hebammen als auch von pflegenden Angehörigen bereits stärker in der Planung der Stadtentwicklung verankert werden kann. Insbesondere für die die derzeit laufenden größeren Entwicklungsgebiete, wie z.B. SEM Nord und SEM Nordost.

Das Ziel wäre es, ein integriertes Entwicklungs- und Handlungskonzept für die betroffenen Stadtteile zu entwickeln und bereits bei der Planung den Bereich Gesundheit zu berücksichtigen und dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorzulegen.

Das Gesundheitsreferat wird weiter gebeten, bei der Entwicklung des Konzeptes weitere Referate wie das Referat für Bildung und Sport, das Sozialreferat, das Referat für Klima und Umweltschutz sowie die städtischen Beteiligungsgesellschaften GWG und GEWOFAG sowie die München Klinik und Vertreter*innen der Krankenkassen miteinzubeziehen.

Begründung

Dass es erhebliche innerstädtische Unterschiede von gesundheitlichen Versorgungsangeboten gibt, ist inzwischen allgemein bekannt. Die Versorgungsunterschiede auszugleichen stellt eine große Schwierigkeit für die Landeshauptstadt München dar, wie es im Stadtrat mit mehreren Beschlussvorlagen dargestellt und diskutiert wurde.

Gleichzeitig hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 30. März 2022 für das Entwicklungsgebiet Nordost beschlossen, dass „ein gesundes Stadtviertel“ ins Planungsziel mitaufgenommen wird1. Dieses Ziel des Stadtrats gilt es nun, nicht nur für den Münchner Nordosten, zu operationalisieren und ein Entwicklungs- und Handlungskonzept zu entwickeln.

Der Wohnort, das Stadtviertel und die damit verbundenen soziökonomischen Parameter wie Einkommen, beruflicher Status und Bildung stehen in engem Zusammenhang mit weiteren gesundheitlich belastenden Lebensbedingungen, aber auch mit dem Gesundheitsverhalten sowie dem Gesundheitszustand. Dies bedeutet für München und die stadtteilbezogene Gesundheitsförderung eine große Herausforderung, da die medizinische Versorgung von Stadtteil zu Stadtteil stark changiert.

Eine stadtteilbezogene Gesundheitsberichterstattung, wie es dem Stadtrat bis Anfang ´23 vorgelegt werden soll, ist ein gutes Analyseinstrument. Der nächste Schritt muss aber ein Entwicklungs- und Handlungskonzept für die Quartiere, Stadtteile und großen Neubaugebiete sein.

Initiative:
Stadtrat Stefan Jagel

Gezeichnet:
Stadträtin Marie Burneleit
Stadträtin Brigitte Wolf
Stadtrat Thomas Lechner


1 Sitzungsvorlage 20-26 / V 02908 Münchner Nordosten

Link zum RIS: https://risi.muenchen.de/risi/antrag/detail/7213815

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