Antrag: Ausweitung der Beleuchtungszeiten der Ramadan-Beleuchtung

Stefan Jagel

Die Verwaltung wird beauftragt, die täglichen Beleuchtungszeiten der bestehenden Ramadan-Beleuchtung im öffentlichen Raum am derzeit eingerichteten Standort während des Fastenmonats Ramadan von derzeit ca. zwei Stunden auf mindestens sechs bis acht Stunden auszuweiten.

 

Weiter wird die Verwaltung gebeten zu prüfen,

  • in welchem zeitlichen Umfang eine Ausweitung der Beleuchtung technisch, organisatorisch und sicherheitsrechtlich möglich ist,
  • welche zusätzlichen Kosten hierdurch entstehen würden,
  • ob eine Angleichung der Beleuchtungsdauer an andere saisonale oder religiöse Beleuchtungsanlässe im Stadtgebiet sachgerecht und umsetzbar ist.

 

Die Umsetzung soll zum nächstmöglichen Zeitpunkt erfolgen.

 

Begründung

 

München ist eine vielfältige und religiös plural geprägte Stadtgesellschaft. Die öffentliche Sichtbarkeit religiöser und kultureller Feste trägt zur Anerkennung dieser Vielfalt sowie zur Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts bei. 

Die derzeit auf etwa zwei Stunden täglich begrenzte Beleuchtungsdauer der Ramadan-Beleuchtung am bestehenden Standort wird der gesellschaftlichen und kulturellen Bedeutung des Fastenmonats für viele Münchnerinnen und Münchner muslimischen Glaubens nur eingeschränkt gerecht. Eine zeitliche Ausweitung würde ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung und Gleichbehandlung setzen und das muslimische Leben im öffentlichen Raum stärker repräsentieren.

Zugleich kann eine solche Maßnahme zur interkulturellen Verständigung beitragen und den Anspruch der Landeshauptstadt München unterstreichen, religiöse Diversität aktiv anzuerkennen und diskriminierungsfrei zu behandeln.

Etwaige Mehrkosten erscheinen im Verhältnis zur symbolischen und gesellschaftspolitischen Wirkung als vertretbar. Durch den Einsatz energieeffizienter Beleuchtungssysteme sowie eine bedarfsgerechte zeitliche Steuerung kann eine wirtschaftliche Umsetzung unterstützt werden.

 

Initiative: 
Stadtrat Stefan Jagel