Zum Hauptinhalt springen

Nach den Strompreisen, jetzt die Fernwärme: Preisexplosion in München! Stadtwerke erhöhen Fernwärmepreise um 162%!

Die Verbrauchspreise für Fernwärme der Stadtwerke München (SWM) haben sich innerhalb von nur einem Jahr drastisch erhöht: wer im letzten Jahr für 10 MWH noch 586,40€ zahlen musste, hat dieses Jahr 1537,10€ zu begleichen. Im Gegensatz zu vielen Umlandgemeinden (z. Bsp. Unterhaching: 746,00€), die seit Jahren auf Geothermie setzen. Obwohl die Folgen der Preispolitik der SWM Hunderttausende Münchner*innen betreffen, werden im Gegensatz zu anderen Gemeinden die Preise der SWM nicht im Stadtrat behandelt.

Dazu der Fraktionsvorsitzende Stefan Jagel: „Das viel zu lange Festhalten an Kohle und Gas rächt sich nun in Zeiten von massiv steigenden Rohstoffpreisen. Aus sozialer und klimapolitischer Sicht ist dies für einen kommunalen Energieversorger nicht akzeptabel. Besonders betroffen von der Preiserhöhung sind Menschen mit niedrigen Einkommen“, kritisiert Jagel deutlich.

„Die Stadtwerke gehen zu allem Überfluss bei den Preissteigerungen dazu noch völlig intransparent vor und die Bürger*innen können dies noch nicht mal auf der Website der Stadtwerke nachvollziehen. Aus unser Sicht kommen sie so ihren Veröffentlichungspflichten nicht nach und dies schlägt dem Fass den Boden aus“, so Jagel abschließend.

Viele Umlandgemeinden haben weitaus geringere Verbrauchspreise für Fernwärme als die SWM. Im Unterschied zu München setzen die Umlandgemeinden schon lange auf Geothermie und können einen großen Teil der Wärmeversorgung darüber abdecken. Unterschleißheim seit 2003, Unterhaching seit 2007, Unterföhring seit 2009 oder Grünwald seit 2011 (Liste nicht abschließend). Dies macht eines deutlich: Die Stadtwerke haben die Wärmewende dramatisch verschlafen! Sie hinken selbst ihren eigenen Plänen meilenweit hinterher - die Verbraucher*innen müssen dafür nun die Zeche zahlen!

Anhänge:

Sie haben ein Anliegen?
Kontaktieren Sie uns hier.

Pressekontakt:

Marc Ortmann

marc.ortmann@muenchen.de