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Dringlichkeitsantrag für den Sozialausschuss am 12.11.2020: Videokonferenzen des Oberbürgermeisters nur mit Gebärdensprache-Dolmetscherin / Gebärdensprache Videos zu Corona Maßnahmen

Der Stadtrat möge beschließen: Sämtliche Ankündigungen des Oberbürgermeisters bei Videobotschaften und gefilmten Pressekonferenzen sind durch eine Gebärdensprache-Dolmetscherin zu begleiten, insbesondere wenn es um Maßnahmen und Verwaltungsakte zur Corona-Pandemie geht.

Alle Corona Informationen der Landeshauptstadt München werden per Video in Gebärdensprache auf die muenchen.de Seite gestellt.

Begründung:

Aufgrund der sich permanent verändernden Situation im Infektionsgeschehen werden sehr häufig neue Regelungen verabschiedet und sind binnen kürzester Zeit bindend. Es ist enorm wichtig, dass ALLE Bürger*innen der Stadt diese Informationen erhalten.

In vielen Ländern und Kommunen es schon lange selbstverständlich, dass die Anwesenheit einer Gebärdensprache-Dolmetscherin bei offiziellen Akten und Ankündigungen verpflichtend ist. Auch in München gibt es zahlreiche Personen mit Einschränkungen der Hörfähigkeit. Insbesondere Personen, die von Geburt an nicht hören, sind auf eine visuelle Kommunikation angewiesen. Außerdem wird mit dieser Maßnahme ein weiterer Punkt der EU-Behindertenrechtskonvention allfällig umgesetzt.

Dieser Antrag ist im Generischen Femininum formuliert: es gelten grammatisch feminine Personenbezeichnungen gleichermaßen für Personen weiblichen, nicht-binärem und männlichen Geschlechts.

Initiative:
Stadträtin Marie Burneleit
Stadtrat Thomas Lechner

Gezeichnet:
Stadträtin Brigitte Wolf
Stadtrat Stefan Jagel

Originalvorlage als PdF-Dokument