Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Antrag zur dringlichen Behandlung für die Sitzung des Ausschusses für Arbeit und Wirtschaft am 22. September 2020 (in Bearb.): Darstellung der Situation der Ausbildung und des Ausbildungsstellenmarktes in München

Die Stadtratsfraktion DIE LINKE/DIE PARTEI fragt nach der aktuellen Situation der Ausbildung und des Ausbildungsstellenmarktes in München.

Antrag zur dringlichen Behandlung für die Sitzung des Ausschusses für Arbeit und Wirtschaft am 22. September 2020:

Darstellung der Situation der Ausbildung und des Ausbildungsstellenmarktes in München

Das Referat für Arbeit und Wirtschaft wird gebeten, gemeinsam mit Vertreter*innen der IHK, der HWK, der Gewerkschaften, der Arbeitsagentur, evtl. von Vertreter*innen der Berufsschulen und / oder der Jugendhilfe dem Stadtrat darzulegen, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf den Ausbildungsstellenmarkt sowie auf die betriebliche Ausbildung in München insgesamt hat. Ferner wird das Referat gebeten darzulegen, ob der Stadtrat unterstützende Maßnahmen auf den Weg bringen kann.

Begründung:

Aus den Statistiken der Bundesagentur für Arbeit geht hervor, dass sich die Zahl der Bewerber*innen ohne Berufsausbildungsstellen vom August 2009 im Vergleich zum Juli 2020 fast verdoppelt hat. Wurden im August 2009 in der Ausbildungsstellenmarktstatistik 1.366 Bewerber*innen ohne Ausbildungsplatz zum 30.09. ausgewiesen, sind es in der aktuellen Statistik (Juli 2020) 2.336. Die Zahl der gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen liegt aktuell bei 8.430, das ist ein Rückgang um 1.221 Stellen und damit um 12,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt. Im August 2009 gab es 11.727 gemeldete Ausbildungsplätze in der Landeshauptstadt München. Dies ist ein Rückgang von 3.297 Ausbildungsstellen und damit um 28,1 Prozent.

Trotz sinkender Bewerberzahlen drohen auch in diesem Jahr wieder viele junge Menschen in München am Ausbildungsmarkt leer auszugehen, wegen Corona könnten es leider noch mehr als in den Vorjahren werden. Dies sollte unbedingt verhindert werden. Besonders jetzt in der Corona-Pandemie sollten die Arbeitgeber, die dazu in der Lage sind, die jungen Menschen nicht im Stich lassen und auch über den eigenen Bedarf hinaus ausbilden. Das kommt dem Arbeitsmarkt insgesamt zu Gute. Es ist nicht zu erwarten, dass der Bedarf an Fachkräften insb. in München zukünftig nachlassen wird. Der Stadtrat sollte sich aus unserer Sicht mit der aktuellen Situation befassen und über evtl. Maßnahmen diskutieren.

Initiative: Stefan Jagel
Marie Burneleit
Brigitte Wolf
Thomas Lechner

Mitglieder des Stadtrats

Originalvorlage als PdF-Dokument