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Antrag (in Bearb.): München setzt sich für eine Entzerrung des Bahngüterverkehrs durch einen leistungsfähigen Ost- und einen Westkorridor ein

Die Stadtratsgruppe DIE LINKE fordert, dass der Oberbürgermeister sich für eine Entzerrung des Bahngüterverkehrs durch einen leistungsfähigen Ost- und einen Westkorridor einsetzen solle.

Antrag                                                                                                                    

München setzt sich für eine Entzerrung des Bahngüterverkehrs durch einen leistungsfähigen Ost- und einen Westkorridor ein

Der Stadtrat fordert den Oberbürgermeister auf, sich – möglichst gemeinsam mit dem Freistaat - dafür einzusetzen, dass der Güterverkehr, der durch die Eröffnung des Brennerbasistunnels von der Autobahn auf die Schiene verlagert werden kann, vor allem östlich über Rosenheim, Mühldorf und Landshut auf der sog. bayerischen Ostbahn nach Norden geleitet wird.

Längerfristig soll auch der durch die Tunnelplanungen im Grenzgebiet Schweiz-Österreich zu erwartende verstärkte Güterschienenverkehr in einem Westkorridor über Augsburg geführt werden.

Nur der eigentliche für München bestimmte „Zielverkehr“ wird weiterhin in den Bahnknoten München geführt.

Begründung:

Begrüßenswerter weise kann durch den Brennerbasistunnel nahezu der gesamte Lkw-Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagert werden. Diese wichtige Infrastrukturverbesserung droht aber durch mehrere Faktoren konterkariert zu werden.

Zum einen wird von Seiten des Bundes – nach einer langen Phase völligen Stillstands – nun eine völlig unsinnige Diskussion über zusätzliche Schnelltrassen und ihre Führung von Kufstein nach Norden über Rosenheim geführt. Dagegen erheben schon zahlreiche Bürgerinitiativen Protest. Dabei zeigen Untersuchungen des zu erwartenden Verkehrsaufkommens, dass die Bestands-strecke bei entsprechender Ertüchtigung die zusätzlichen Züge durchaus aufnehmen kann.

Zum anderen würden auch mit neuen Trassen die Güterzüge weiterhin durch den Bahnknoten München geführt, was zu starken Belastungen des Bahn-Südrings und des Bahn-Nordrings führen würde. Dies würde die immer wieder geforderte und dringend nötige Ertüchtigung für den Münchner S-Bahnverkehr unmöglich machen. Nach Untersuchungen des Bundes ist nur knapp ein Drittel der Güter aus Richtung Italien/Brenner auch für München bestimmt.

Eine rechtzeitige Intervention der Landeshauptstadt womöglich gemeinsam mit dem Freistaat scheint daher dringend geboten.

Cetin Oraner (DIE LINKE), Brigitte Wolf (DIE LINKE)

 

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