Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Antrag (in Bearb.): Jugendprojekte zur Sexualaufklärung und Sexualpädagogik verstärkt und verlässlich fördern

Stadträtin Brigitte Wolf (DIE LINKE) fordert, dass die Mittel für Mädchen- und Jungenprojekte, die sich mit Sexualpädagogik und Sexualaufklärung für Kinder und Jugendliche befassen, aufgestockt werden.

Antrag: Jugendprojekte zur Sexualaufklärung und Sexualpädagogik verstärkt und verlässlich fördern

Der Stadtrat möge beschließen:

Im Haushalt 2021 werden die Mittel für Mädchen- und Jungenprojekte, die sich mit Sexualpädagogik und Sexualaufklärung für Kinder und Jugendliche befassen, aufgestockt.

Das Sozialreferat/Stadtjugendamt legt dazu ein Gesamtkonzept vor. Diese enthält einen Mittelansatz, der eine ausreichende Stellen-Ausstattung gewährleistet. Ziel ist es, wenigstens annähernd die Nachfrage durch die 156 Grund- und 57 Mittelschulen*) in München zu befriedigen.

Begründung:

Mädchenprojekte - wie z.B. Bayern ältestes Mädchenprojekt „amanda“, gegründet 1978 – die in ihrer Arbeit sich längst nicht nur an Mädchen, sondern mit wachsendem Erfolg auch an Jungen wenden, sind gerade in Zeiten, wo häusliche Gewalt und sexuelle Unterdrückung und Fehlleitungen wieder zunehmen, unverzichtbar. Gleichzeitig zeigt sich gerade in der Jungenarbeit eine wachsende Öffnung von Eltern und vor allem Ehemännern dieser Problematik gegenüber.

Wie wichtig eine bessere Stellenausstattung wäre, zeigt das Beispiel „amanda“: es konnten „nur“ -aber immerhin - 5 Grundschulen und 30 Mittelschulen betreut werden. Die Warteliste geht bis weit in die nächsten Jahre. Zeit für besondere Projekte, wie z.B. Spielplatzgestaltung, Stadtteilpolitik u.a., bleibt unter diesen Umständen natürlich nicht mehr.

Angesichts der Gesamtzahl an Schulen in München wird klar, dass viele Schüler*innen wohl schon Mütter oder Väter sind, bis auch ihre Schule „mal dran“ ist!

Gerade der präventive Ansatz einer Sexualpädagogik, die sich einfügt in ein Gesamtkonzept allgemeiner kultureller Emanzipation, sollte nachhaltig unterstützt werden.

Brigitte Wolf (DIE LINKE.)

 

*) Quelle: Bildungsbericht 2019, vorgelegt im Bildungsausschuss 04.03.2020

Originalvorlage als PdF-Dokument