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Antrag (in Bearb.): Fortschreibung Nahverkehrsplan: Nutzungsdichte in Naherholungsgebieten berücksichtigen

Die Ausschussgemeinschaft DIE LINKE/ÖDP verlangt, dass im Rahmen der Fortschreibung des Nahverkehrsplanes der LHM, nicht nur die Einwohner- und Arbeitsplatzdichte, sondern auch die „Freizeitdichte“, d.h. des Aufkommens an Naherholungssuchenden und Touristen berücksichtigt wird.

Antrag: Fortschreibung Nahverkehrsplan: Nutzungsdichte in Naherholungsgebieten berücksichtigen

Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung wird aufgefordert, im Rahmen der Fortschreibung des Nahverkehrsplans der Landeshauptstadt München die für die Anwendung der Qualitätsstandards zugrunde gelegte Gebietstypeneinteilung abweichend vom aktuellen Ansatz zu überarbeiten: Für die Bestimmung der Gebietskategorien soll die Nutzungsdichte in allen Gebieten nicht nur anhand der Einwohnerdichte und Arbeitsplatzdichte, sondern auch anhand der „Freizeitdichte“, d.h. des Aufkommens an Naherholungssuchenden und Touristen, ermittelt wird.

Begründung
Mit Beschluss vom 30.09.2015 hat die Vollversammlung des Stadtrates die Stadtverwaltung mit der Fortschreibung des Münchner Nahverkehrsplans beauftragt.1

Als erstes Zwischenergebnis wurden der Öffentlichkeit am 06.12.2018 die geplanten neuen
Qualitätsstandards vorgestellt.2

Bei der für das gesamte Stadtgebiet vorgenommenen geplanten Gebietstypeneinteilung fiel auf, dass sehr stark frequentierte Naherholungsflächen wie der südliche Englische Garten, der Nymphenburger Park, die Isarauen, der Olympiaberg und der Luitpoldpark in die Gebietskategorie „sehr geringe Nutzungsdichte“ eingestuft wurden. Auch das Touristen-Eldorado Theresienwiese weist eine „sehr geringe Nutzungsdichte“ auf.3 Auf Nachfrage, wie es zu dieser, der allgemeinen Wahrnehmung widersprechenden, Einstufung gekommen sei, erklärten die anwesenden Experten, dass für die Bestimmung der Nutzungsdichte nur die Daten zur Einwohnerdichte und Arbeitsplatzdichte verwendet wurden.
Da in der Groß- und Weltstadt München für den Bedarf an öffentlichen Nahverkehrsmitteln und deren Nutzungsintensität zweifellos auch die Zahl der Naherholungssuchenden und der Touristen relevante Größen sind, ist es dringend erforderlich, in die Gebietskategorien, welche als Basis für die Planung des künftigen Nahverkehrsangebots dienen, Werte für die „Freizeitdichte“ einzuarbeiten.


Tobias Ruff (ÖDP), Brigitte Wolf (DIE LINKE), Sonja Haider (ÖDP), Cetin Oraner (DIE LINKE)

1 Vorlagen-Nr.: 14-20 / V 03603, unter:

www.ris-muenchen.de/RII/RII/ris_vorlagen_dokumente.jsp?risid=3703936

2 www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Stadtplanung-und-Bauordnung/Verkehrsplanung /Oeffentlicher-Personennahverkehr/Nahverkehrsplan.html

3 Seite 7, unter: www.muenchen.de/rathaus/dam/jcr:38070d75-5b90-4eab-938f-bad8fdc8073f/20181206_NVP_Folien_Gevas.pdf

 

Originalvorlage als PdF-Dokument