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Antrag (in Bearb.): Bebauung des Eggartens: Funktion der Grünbeziehungen erhalten

Die Ausschussgemeinschaft DIE LINKE/ÖDP verlangt, dass bei einer Bebauung des "Eggartens" die Funktion der Grünbeziehungen erhalten bleibt. Der vermehrte Wohnungsbau in München dürfe nicht zu Lasten guter Qualität der Atemluft gehen.

Antrag:

Bebauung des Eggartens: Funktion der Grünbeziehungen erhalten

Der Stadtrat möge beschließen:

1. Das Maß der künftigen Bebauung des Eggartens wird an den vollständigen Erhalt der bisherigen Funktion der dort verlaufenden überörtlichen Grünbeziehungen gebunden.

2. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung beauftragt die Erstellung eines Gutachtens um zu klären, wie sich unterschiedliche Bebauungsdichten auf die Funktion der überörtlichen Grünbeziehungen auswirken.

Begründung:

Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung erarbeitet derzeit auf der Grundlage des Beschlusses des Ausschusses für Stadtplanung und Bauordnung (Sitzungsvorlagen
Nr. 14 – 20 / V 09218 vom 05./12.12.18) ein Strukturkonzept zur künftigen Nutzung des Eggarten-Geländes. Ziffer 1 des Beschlusses benennt als Ziel eine maßvolle Wohnnutzung (Hervorhebung im Original).

Nördlich und östlich des Eggartens sind im Flächennutzungsplan der Landeshauptstadt München überörtliche Grünbeziehungen ausgewiesen. Seit einigen Jahren herrscht in München eine sehr rege Bautätigkeit zur Erstellung von neuem Wohnraum, sei es auf bisher unbebauten Flächen, sei es im Zuge der Nachverdichtung. Je mehr in München gebaut wird, desto stärker ist darauf zu achten, bestehende Grünbeziehungen in ungeschmälerter Funktion zu erhalten. Diese sind für gute Qualität der Luft für die gesamte Stadtbevölkerung von großer Bedeutung.

In München besteht ein hoher Bedarf an Wohnungen, insbesondere für Haushalte mit mittlerem und geringem Einkommen. Der Bau von Wohnungn darf aber nicht zu Lasten guter Qualität der Atemluft gehen.

Im Eggarten soll ein Vielfaches an Wohnungen gegenüber der dort historisch gewachsenen Bebauung entstehen. Vor einer Festlegung auf eine konkrete Zahl und Dichte der vorgesehenen neuen Wohnungen ist zu prüfen, wie sich unterschiedliche Zahlen neuer Wohnungen und ihrer Dichte auf die Funktion der dort verlaufenden überörtlichen Grünbeziehungen auswirken.

Das für sich gesehen diffuse Ziel der für den Eggarten vorgegebenen maßvollen Wohnnutzung erfährt damit eine konkrete, gutachterlich fundierte Maßgabe.

Brigitte Wolf (DIE LINKE) Sonja Haider (ÖDP)
Cetin Oraner (DIE LINKE) Tobias Ruff (ÖDP)

 

Originalvorlage als PdF-Dokument