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Antrag (in Bearb.): Armut und soziale Spaltung bekämpfen – intensive Armuts- und Reichtumsforschung in München etablieren

Das Sozialreferat wird aufgefordert, zeitnah eine intensive Armuts- und Reichtumsforschung für die Landeshauptstadt München zu beauftragen und dauerhaft zu etablieren. Insbesondere sollen die lang-fristigen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf marginalisierte und vulnerable Gruppen wie Frauen*; Alleinerziehende, Familien, Kinder* und Jugendliche*, Menschen* mit Behinderungen, Menschen* mit Migrationshintergrund, LGBTIQ* und geflüchtete Menschen* wissenschaftlich untersucht und begleitet werden. Ergänzend zur Armutsforschung muss die Studie auch den relativ jungen Zweig der Reichtumsforschung einbeziehen und die Reichtumsentwicklung in München erforschen.

Begründung

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie wirken sich akut und prognostisch langfristig überwiegend negativ für die Mehrheit aller Menschen* aus. Es zeichnet sich ab, dass diese negativen öko-nomischen Folgen vor allem Menschen* in prekären Arbeitsverhältnissen, Geringverdienende*, Menschen* mit gesundheitlichen Einschränkungen sowie Selbstständige* treffen. Wie aber wirkt sich die pandemiebedingte Wirtschaftskrise auf die als reich geltenden Menschen* aus. Wird die Spaltung zwischen „Arm und Reich“ in unserer Stadt größer? Mit Hilfe eines weitgehenden, langfristigen Forschungsauftrages zur Armutssituation und zur Reichtumsentwicklung sollen Instrumente und Konzepte der kommunalen Armutsbekämpfung in München entwickelt werden, weil die Erkenntnisse aus dem Armutsbericht allein hierfür nicht ausreichen.

Initiative:
Stadtrat Thomas Lechner

Gezeichnet:
Stadtrat Stefan Jagel
Stadträtin Marie Burneleit
Stadträtin Brigitte Wolf

Originalvorlage als PdF-Dokument