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Anfrage (in Bearb.): Optimierung des Hausmeisterservices der GEWOFAG ein Schuss in den Ofen?

Die Stadtratsfraktion DIE LINKE/DIE PAREI fragt nach der Umstellung des Hausmeisterservicesystems bei der GEWOFAG.

Anfrage

Optimierung des Hausmeisterservices der GEWOFAG ein Schuss in den Ofen?

In der letzten Sitzung des Mieterbeirates am 13. Juli waren Vertreter der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GEWOFAG mit einer Vielzahl von Vorwürfen konfrontiert, dass die Umstellung ihres Hausmeisterservicesystems zu einer erheblichen Steigerung der Nebenkosten und einem weniger an Leistung geführt hat1. Mieter*innen berichteten, dass es keine Ansprechpartner*innen der GEWOFAG vor Ort mehr gibt und Schadensmeldungen teilweise wochenlang nicht bearbeitet werden. Berichte über solche Zustände häuften sich schon in den letzten Sitzungen des Mieterbeirates. Auffallend ist, dass jeweils Mieter*innen der GEWOFAG Probleme berichteten und keine Mieter*innen der anderen städtischen Wohnungsbaugesellschaft GWG. Der Mieterverein München machte dazu ähnliche Aussagen.

Hintergrund der vermehrten Beschwerden scheint die Umstellung des Hausmeister*innenservices der GEWOFAG in den letzten Jahren zu sein. Mit der Umstellung wollte die GEWOFAG ihre Prozesse „optimieren“. So wurden die Hausmeister*innenbereiche von 317 auf nur noch 26 reduziert. Statt von eigenen Hausmeister*innen werden Hausmeister*innenleistungen vermehrt von externen Unternehmen übernommen. Ziel war es das Hausmeister*innensystem „wirtschaftlicher und mieterfreundlicher“ zu gestalten. Das Gegenteil ist offensichtlich eingetreten, wie es der Frust der anwesenden Mieter*innen deutlich machte.

Wir bitten daher den Oberbürgermeister folgende Fragen zu beantworten:

1. Welche Änderungen hat die GEWOFAG konkret beim Hausmeister*innensystem unternommen? Welche konkreten Unterschiede gibt es dabei im Vergleich zur GWG?

2. Wie haben sich die Hausmeister*innenkosten im Verhältnis zu den gesamten Betriebskosten der Mieter*innen der GEWOFAG im Durchschnitt in den letzten Jahren entwickelt? Bei wie vielen Haushalten haben sich die Hausmeister*innenkosten seit 2017 um über 10% erhöht? Bitte um Aufstellung entsprechend der einzelnen Wohnanlagen.

3. Wie hat sich das Verhältnis zwischen externer und interner Erbringung der Hausmeister*innenleistungen seit 2014 bei GEWOFAG und GWG entwickelt?

4. Wie hat sich die Zahl der bei GEWOFAG und GWG angestellten Hausmeister*innen seit 2014 entwickelt?

5. Nach welchem Tarifvertrag werden die Hausmeister*innen bei der GEWOFAG – Service bezahlt? Nach welchem Tarifvertrag richtet sich die Bezahlung der Hausmeister*innen bei der GWG?

6. Im Mieterbeirat wurde durch einen Vertreter der GEWOFAG angekündigt, der Unzufriedenheit der Mieter*innen unter anderem durch eine neue Mieter-App zu begegnen. Inwiefern will die GEWOFAG gewährleisten, dass vor allem ältere Mieter*innen durch diesen Schritt nicht zusätzlich abgehängt werden?

Initiative: Stefan Jagel
Marie Burneleit
Brigitte Wolf
Thomas Lechner

Mitglieder des Stadtrats

1 https://www.tz.de/muenchen/stadt/gewofag-muenchen-wohnungen-mieter-aufstand-kosten-reparaturen-13833003.html

Originalvorlage als PdF-Dokument