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Anfrage (in Bearb.): Boomtown München – aber wieviele Menschen arbeiten für Niedriglohn oder machen unbezahlte Überstunden?

Die Stadtratsgruppe DIE LINKE möchte wissen, wieviel Vollbeschäftigte in der LHM bzw. im Agenturbezirk München mit einem Niedriglohn auskommen müssen und wieviel geleistete Überstunden vergütet werden.

Anfrage

Boomtown München – aber wieviele Menschen arbeiten für Niedriglohn oder machen unbezahlte Überstunden?

Die bayerische Bundestagsabgeordnete der LINKEN, Susanne Ferschl, teilte laut Meldung des Senders Bayern 2 am 30. November mit, dass auch in Bayern jeder sechste Vollzeitbeschäftigte mit einem Niedriglohn auskommen müsse. Dies gehe aus der Antwort der Bundesregierung auf eine „Kleine Anfrage“ der Linksfraktion im Bundestag hervor. In Westdeutschland liege die Niedriglohngrenze bei 2.226 Euro. In Bayern fallen knapp 600.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer darunter, Frauen noch stärker als Männer. *)

Über eine weitere Kleine Anfrage der Linksfraktion und die Antwort der Bundesregierung wurde die Linken-Abgeordnete Jessica Tatti zitiert: 2017 wurden in Deutschland mehr als 2,1 Mrd. Über-stunden geleistet, nur die Hälfte davon soll demnach vergütet worden sein. *)


Auch in der Stadt München dürften sich diese Zustände widerspiegeln.

Wir bitten daher Herrn Oberbürgermeister Reiter um Klärung folgender Fragen:

1. Gibt es Erkenntnisse über die Lohnstruktur der Beschäftigung in der Landeshauptstadt oder im Agenturbezirk München insbesondere in Hinblick auf den Anteil der Niedriglohnbezieher?

2. Wie ist die Aufteilung der Beschäftigung bezüglich Arbeitszeit, d.h. wie hoch ist der Anteil an Vollzeit-Arbeitsplätzen, wie verteilen sich die Anteile auf die unterschiedlichen Klassen von Teilzeit-Beschäftigungen, wie hoch ist der Anteil der Mini-Jobs?

3. Welche Daten gibt es über geleistete Überstunden und deren Bezahlung?

 

Cetin Oraner (DIE LINKE), Brigitte Wolf (DIE LINKE)


 *) Quelle: Bayern 2/Kl/Dig 30.11.2018

Originalvorlage als PdF-Dokument