Antrag: Zukunft der Großmarkthalle sichern – gemeinsam mit einer städtischen Tochter bis 2030
Das Kommunalreferat wird beauftragt, die aktuellen Planungen zur Großmarkthalle mit der Münchner Raumentwicklungsgesellschaft mbH (MRG) abzustimmen und gemeinsam mit der MRG eine tragfähige Lösung zur Zukunft der Großmarkthalle zu entwickeln.
Dabei gilt:
- Der Neubau der Großmarkthalle wird über die MRG gesichert. Betrieben wird die Großmarkthalle weiter von den Markthallen München.
- Die Finanzierung erfolgt über die MRG.
- Die Händler*innen werden von Beginn an aktiv in die Planungen einbezogen.
Darüber hinaus wird das Kommunalreferat beauftragt, zeitnah einen Runden Tisch einzuberufen, an dem Vertreter*innen der Händlerschaft, der MRG, der Stadtkämmerei sowie der im Stadtrat vertretenen Fraktionen beteiligt sind. Ziel des Runden Tisches ist es, gemeinsam tragfähige Lösungen für den Fortbestand und die Modernisierung der Großmarkthalle zu erarbeiten.
Begründung:
Die Großmarkthalle München ist von zentraler Bedeutung für die städtische Daseinsvorsorge und die Versorgung der Bevölkerung mit frischen Lebensmitteln – insgesamt werden rund 20 Millionen Menschen versorgt. Die Folgen eines Wegfalls wären „Engpässe in der Versorgung, höhere Preise und erhebliche Belastung für die Gastronomie, Krankenhäuser, Schulen und Tausende kleine Einzelhändler.“[1] Aktuell herrscht bei den Händler*innen große Verunsicherung über die Zukunft der Großmarkthalle. Das gescheiterte Investorenmodell und die fehlenden Perspektiven gefährden die wirtschaftliche Existenz der Händler*innen und damit auch die Funktionsfähigkeit der Großmarkthalle insgesamt.
Nachdem das Investorenmodell beim Gasteig gescheitert ist, wurde nach einigem Hin und Her die MRG mit den Umbauarbeiten beauftragt. Ähnlich wie im Falle des Gasteiges soll auch der Großmarkt von der MRG übernommen werden und bis 2030 einen neuen Großmarkt sicherstellen.
Verwaltung und Politik müssen hier jetzt gemeinsam Verantwortung übernehmen und die Großmarkthalle dauerhaft absichern. Nur durch eine klare städtische Steuerung, die Einbindung aller relevanten Akteur*innen sowie die Sicherstellung einer verlässlichen Finanzierung kann die Großmarkthalle als zentraler Bestandteil der Daseinsvorsorge erhalten bleiben.
Initiative:
Stadtrat Stefan Jagel
Gezeichnet:
Stadträtin Marie Burneleit
Stadträtin Brigitte Wolf
Stadtrat Thomas Lechner
Hier geht´s zum Antrag im RatsInformationsSystem: risi.muenchen.de/risi/antrag/detail/9307025
[1] https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/es-ist-aller-allerhoechste-zeit-so-reagieren-die-haendler-der-grossmarkthalle-art-1081565

