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Anfrage: Hitzebelastung und hitzebedingte Todesfälle in München im Juni 2026

Katharina Horn
Friedrich Haag

Die Hitzewelle im Juni 2026 wird vom Deutschen Wetterdienst als historisches Extremereignis eingestuft. Grundsätzlich war vorhersehbar, dass es zu solch hohen Temperaturen kommen kann. Die Hitzewelle dauerte vom 18. bis zum 28. Juni 2026 und führte laut Robert Koch-Institut bundesweit bereits bis zum 21. Juni zu schätzungsweise mehr als 800 hitzebedingten Todesfällen, überwiegend bei Menschen über 65 Jahren.[1] Auch für München wurden während dieser Zeit ungewöhnlich hohe Temperaturen sowie ausgeprägte Tropennächte gemessen, unter anderem infolge des städtischen Wärmeinseleffekts. Belastbare, auf München bezogene Zahlen zu hitzebedingten Todesfällen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen sind bislang jedoch nicht öffentlich zugänglich. 

Wir bitten daher den Oberbürgermeister, folgende Fragen zu beantworten:

  1. Wie viele hitzebedingte Todesfälle sind nach Kenntnis der Landeshauptstadt München (z. B. auf Basis von Daten des Gesundheitsreferats, der Rechtsmedizin oder des Robert Koch-Instituts) während der Hitzewelle im Juni 2026 im Stadtgebiet München aufgetreten?
  2. Wie viele Menschen waren im gleichen Zeitraum nachweislich von Hitzefolgen betroffen (z. B. Notaufnahmen, Rettungsdiensteinsätze, ärztliche Behandlungen wegen Hitzschlag, Kreislaufkollaps oder Dehydrierung)?
  3. Wie weichen diese Zahlen von den langjährigen Durchschnittswerten bzw. von vergleichbaren Zeiträumen in den Vorjahren ab?
  4. Welche (kurzfristigen) Maßnahmen hat die Landeshauptstadt München während der akuten Hitzewelle im Juni 2026 ergriffen, um die Bevölkerung, insbesondere vulnerable Gruppen wie ältere Menschen, Kleinkinder, Schwangere, Menschen mit Vorerkrankungen sowie Obdach- sowie Wohnungslose und Geflüchtete, die in Leichtbauhallen und großen Gemeinschaftsunterkünften wohnen, zu schützen? Wir bitten um Einzelaufstellung.
  5. Welche (kurzfristigen) Maßnahmen hat die Landeshauptstadt München während der akuten Hitzewelle im Juni 2026 ergriffen, um Menschen zu schützen, die im Freien arbeiten müssen.
  6. Welche mittel- und langfristigen Maßnahmen sieht das bestehende Hitzeschutzkonzept des Gesundheitsreferats vor und inwieweit werden diese angesichts der Erfahrungen aus der Hitzewelle 2026 überprüft, angepasst oder ausgeweitet?
  7. Ist geplant, künftig eine systematische, öffentlich zugängliche Erfassung und Auswertung hitzebedingter Todesfälle und Krankheitsfälle für München einzuführen, um die Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen besser bewerten zu können?

Initiative: 

Stadträtin Katharina Horn

 

Gezeichnet: 

Stadtrat Stefan Jagel 

Stadträtin Liliana Parente

Stadtrat Arif Haidary

Stadtrat Christian Schwarzenberger

 

Hier geht's zur Anfrage im RatsInformationsSystem: https://risi.muenchen.de/risi/antrag/detail/9799800

 


[1] https://www.deutschlandfunk.de/schon-mehr-als-800-hitzetote-in-deutschland-100.html

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