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Namenskonvention der Dokumente

Erläuterung der Systematik von Dokumentnamen

Dokumente von DIE LINKE. Stadtratsgruppe München sind wie folgt benannt:
DATUM + REFERAT/ADRESSAT + AUTORIN + BESCHREIBUNG + DATEIENDUNG

Referat/AdressatIn

Kürzel

Referat/AdressatIn

BAU

Baureferat

DIR

Direktorium

EXT

sonstige

KLT

Kulturreferat

KOM

Kommunalreferat

KVR

Kreisverwaltungsref.

OBM

Oberbürgermeister

PLA

Referat für Stadtplanung und Bebauung

POR

Personal- und Organisationsreferat

RAW

Referat für Arbeit und Wirtschaft

RGU

Referat für Umwelt und Gesundheit

SCH

Schul- und Kultusreferat

SOZ

Sozialreferat

SKA

Stadtkämmerei (Finanzen)

AutorIn

Kürzel

Name

Funktion

BW

Brigitte Wolf

Stadträtin

DH

Dagmar Henn

Stadträtin

OA

Orhan Akman

Stadtrat

MF

Martin Fochler

Mitarbeiter

MS

Mario Simeunovic

Mitarbeiter

TK

Tino Krense

Mitarbeiter

12. August 2010

Städtische Wirtschaftsschulen – reicht das Angebot?

Die städtischen Wirtschaftsschulen sind nicht nur berufliche Schulen, sondern auch ein möglicher Übergang zu weiterführenden Abschlüssen. Gerade für Jugendliche mit Migrationshintergrund, die von unserem Bildungssystem nach wie vor auf die Hauptschulen verwiesen werden, ist dies von großer Bedeutung. Für eine Stadt wie München mit ihrer kulturell vielfältigen Bevölkerung liegt eine gute Ausbildung für alle Jugendlichen im eigenen Interesse.

Verglichen mit anderen Schultypen ist der Anteil an Jugendlichen mit Migrationshintergrund an den städtischen Wirtschaftsschulen hoch (32,4 %, gegen 18,8 % an den Gymnasien(1). Da die Wirtschaftsschulen sich vor allem an die Hauptschulen anschließen (auch in ihrer vierjährigen Form), müsste der Anteil Schüler mit Migrationshintergrund weitgehend jenem in den Hauptschulen entsprechen. In den Hauptschulen beträgt der Anteil der Jugendlichen mit Migrationshintergrund allerdings 57,5 %.

Vor diesem Hintergrund stelle ich folgende Fragen:

  1. Wie viele Jugendliche haben sich dieses Jahr für den Besuch der Wirtschaftsschule angemeldet (aufgeteilt nach 4-, 3- und 2jähriger Form)? Wie viele davon haben einen Migrationshintergrund?
  2. Wie viele Jugendliche wurden von den städtischen Wirtschaftsschulen angenommen (aufgeteilt)? Wie viele davon haben einen Migrationshintergrund?
  3. Nach welchen Kriterien werden bei mehr Anmeldungen als Plätzen die Plätze vergeben?
  4. Eltern haben mir berichtet, schon bei der Anmeldung am Nachmittag sei ihnen mitgeteilt worden, es gäbe keinen Platz mehr. Entspricht eine solche Aussage den Vorgaben? Falls ja, warum wird dann überhaupt eine nachmittägliche Einschreibung angeboten?
  5. Es wurde mir ebenso berichtet, es sei auf den Besuch einer privaten Wirtschaftsschule verwiesen worden. Diese verlangen aber Schulgebühren von etwa 200 Euro im Monat. Gerade die Eltern von Jugendlichen mit Migrationshintergrund werden sich dies selten leisten können. Können diese Gebühren übernommen werden? Wenn ja, unter welchen Voraussetzungen?
  6. Der bisherige Anteil Jugendlicher mit Migrationshintergrund an den Wirtschaftsschulen kann noch nicht als diskriminierungsfrei gewertet werden (das gälte erst, wenn ein den Hauptschulen entsprechender Anteil erreicht wäre). Welche Überlegungen bestehen, um an den Wirtschaftsschulen einen der städtischen Integrationspolitik entsprechenden Anteil zu erreichen?
  7. Nach dem Jahresabschluss 2009 weisen die Wirtschaftsschulen einen Gastschüleranteil von 38,3 % auf. Dieser Wert ist ungewöhnlich hoch; selbst bei den Gymnasien liegt er nur bei 7,5% (lt. Produktblatt Jahresabschluss). Dieser Wert bezieht sich allerdings auf städtische wie staatliche Schulen. Wie hoch ist der Gastschüleranteil an den städtischen Wirtschaftsschulen? Wie hoch ist der Anteil an Jugendlichen mit Migrationshintergrund unter diesen Gastschülern? Sind die städtischen Wirtschaftsschulen verpflichtet, die Gastschüler aufzunehmen?

Dagmar Henn    
Stadträtin DIE LINKE.