Dokumente von DIE LINKE. Stadtratsgruppe München sind wie folgt benannt:
DATUM + REFERAT/ADRESSAT + AUTORIN + BESCHREIBUNG + DATEIENDUNG
Referat/AdressatIn | |
Kürzel | Referat/AdressatIn |
BAU | Baureferat |
DIR | Direktorium |
EXT | sonstige |
KLT | Kulturreferat |
KOM | Kommunalreferat |
KVR | Kreisverwaltungsref. |
OBM | Oberbürgermeister |
PLA | Referat für Stadtplanung und Bebauung |
POR | Personal- und Organisationsreferat |
RAW | Referat für Arbeit und Wirtschaft |
RGU | Referat für Umwelt und Gesundheit |
SCH | Schul- und Kultusreferat |
SOZ | Sozialreferat |
SKA | Stadtkämmerei (Finanzen) |
AutorIn | ||
Kürzel | Name | Funktion |
BW | Brigitte Wolf | Stadträtin |
DH | Dagmar Henn | Stadträtin |
OA | Orhan Akman | Stadtrat |
MF | Martin Fochler | Mitarbeiter |
MS | Mario Simeunovic | Mitarbeiter |
TK | Tino Krense | Mitarbeiter |
Der Stadtrat möge beschließen:
Begründung
Der Journalist und Bürgerrechtler Mumia Abu-Jamal sitzt seit über 27 Jahren in der Todeszelle. In den USA kämpfte er seit seiner frühen Jugend gegen den dort herrschenden Rassismus und die daraus resultierende Zweiklassengesellschaft. 1981 wurde er für ein Verbrechen verurteilt, dass er nach eigener Aussage nicht begangen hat. Auch viele Menschenrechtsorganisationen sowie andere Gruppen, Institutionen und Organisationen sind von seiner Unschuld überzeugt. Der Prozess, der ihm vor 27 Jahren gemacht wurde, war nicht nur von den rassistischen Äußerungen des Richters, sondern auch von der Manipulation des Verfahrens durchzogen. Neben einer Vielzahl von Verstößen gegen die verfassungsmäßigen Rechte des Angeklagten, wurden systematisch die schwarzen Geschworene ausgesiebt, Beweise gefälscht, Indizien frei erfunden und das entlastende Material nicht zugelassen.
Anfang dieses Jahres lehnte der US Supreme Court den Antrag von Mumia Abu- Jamal auf ein neues Verfahren ab. Der parallel laufende Antrag der Staatsanwalt von Pennsylvania auf die Wiedereinsetzung des Hinrichtungsbefehls gegen Mumia vor dem selben Gericht ist noch nicht entschieden
Die Vorgehensweise der US-Amerikanischen Justiz hat in diesem höchst politischen Verfahren gezeigt, dass Abu-Jamals Verteidigung, die Freiheit des zu unrecht Verurteilten, nicht ohne internationale Solidarität durchsetzen kann. Bereits 1991 und 1998 konnten nur die internationalen Proteste die Hinrichtung Abu- Jamals verhindern.
Einen vorbildlichen Einsatz für die Unterstützung Mumia Abu- Jamals leistete die Stadt Paris bereits 2003, als der Pariser Bürgermeister Bertrand Delanoë, Mumia Abu-Jamal zum Ehrenbürger der Stadt ernannte.
Sobald die Vollstreckung der Todesstrafe verkündet wird, wird es weltweite Proteste gegen die Hinrichtung von Mumia geben. Auch in München rufen Organisationen zu einer Protestkundgebung vor dem amerikanischen Konsulat auf.
Die Stadt München ist sowohl Mitglied der Europäischen Städte gegen Rassismus, als auch der Europäischen Städte für die Menschenrechte. In dieser Funktion sollte die Stadt München die Proteste unterstützten und auf die Menschenrechtsverletzungen gegenüber Mumia Abu-Jamal und seine rassistisch motivierte Verurteilung aufmerksam machen.
Orhan Akman
Stadtrat der LINKEN.
Der Antrag im Original zum Download.