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Namenskonvention der Dokumente

Erläuterung der Systematik von Dokumentnamen

Dokumente von DIE LINKE. Stadtratsgruppe München sind wie folgt benannt:
DATUM + REFERAT/ADRESSAT + AUTORIN + BESCHREIBUNG + DATEIENDUNG

Referat/AdressatIn

Kürzel

Referat/AdressatIn

BAU

Baureferat

DIR

Direktorium

EXT

sonstige

KLT

Kulturreferat

KOM

Kommunalreferat

KVR

Kreisverwaltungsref.

OBM

Oberbürgermeister

PLA

Referat für Stadtplanung und Bebauung

POR

Personal- und Organisationsreferat

RAW

Referat für Arbeit und Wirtschaft

RGU

Referat für Umwelt und Gesundheit

SCH

Schul- und Kultusreferat

SOZ

Sozialreferat

SKA

Stadtkämmerei (Finanzen)

AutorIn

Kürzel

Name

Funktion

BW

Brigitte Wolf

Stadträtin

DH

Dagmar Henn

Stadträtin

OA

Orhan Akman

Stadtrat

MF

Martin Fochler

Mitarbeiter

MS

Mario Simeunovic

Mitarbeiter

TK

Tino Krense

Mitarbeiter

13. August 2010

Anfrage zum Missbrauch des ALG II durch Unternehmen

München, den 13.08.2010

Anfrage: Missbrauch des ALG II – Was tun?

Gestern teilte die Frankfurter Rundschau mit, die Aufzahlungen bei Niedriglöhnen hätten die Steuerzahler bisher schon 50 Milliarden Euro gekostet. Mit diesem Geld wird es letztlich Unternehmen ermöglicht, Gewinne durch sittenwidrige Löhne zu erzielen. In den vergangenen Jahren ist der Anteil der ALG-II-Bezieher, die eine Arbeit hatten, aber weniger als den Bedarf verdienten, kontinuierlich gestiegen.

Mancherorts sind die örtlichen ARGEN schon gerichtlich gegen Unternehmen vorgegangen und haben von ihnen den Ersatz der Aufzahlungen eingeklagt; durchaus mit Erfolg.

Auch in München gibt es eine Zunahme schlecht bezahlter Beschäftigung und eine Subventionierung von Niedrigstlöhnen durch Zahlungen der ARGE. Diese Zahlungen gehen vor allem zu Lasten der Kommunen, da die Bundesagentur erst leisten muss, wenn die erforderliche Aufzahlung die Kosten der Unterkunft übersteigt.

Diesem Missbrauch des ALG II entgegen zu treten, ist nicht nur von Vorteil für den Münchner Stadthaushalt. Es würde auch dazu beitragen, der zunehmenden Prekarisierung etwas entgegen zu setzen.

Vor diesem Hintergrund stelle ich folgende Fragen:

  1. Wie viele Aufzahler gibt es zur Zeit in München?
  2. Was haben diese Aufzahlungen die Stadt München bisher gekostet?
  3. Überprüft die ARGE München im Falle eines Aufzahlungsbedarfs den Lohn auf Sittenwidrigkeit?
  4. Welche Unterstützung bietet die ARGE München von Niedriglöhnen Betroffenen? Erhalten sie rechtliche Beratung?
  5. Welche Maßnahmen will die ARGE München gegen diesen Missbrauch ergreifen? Beabsichtigt die ARGE München, nach dem Vorbild etwa der ARGE Stralsund, gerichtlich gegen die Arbeitgeber vorzugehen?

Dagmar Henn, Stadträtin DIE LINKE.
Orhan Akman, Stadtrat DIE LINKE.


Stichwort: 100813_DH-OA_SOZ_Anfrage_Missbrauch-des-ALGII