Dokumente von DIE LINKE. Stadtratsgruppe München sind wie folgt benannt:
DATUM + REFERAT/ADRESSAT + AUTORIN + BESCHREIBUNG + DATEIENDUNG
Referat/AdressatIn | |
Kürzel | Referat/AdressatIn |
BAU | Baureferat |
DIR | Direktorium |
EXT | sonstige |
KLT | Kulturreferat |
KOM | Kommunalreferat |
KVR | Kreisverwaltungsref. |
OBM | Oberbürgermeister |
PLA | Referat für Stadtplanung und Bebauung |
POR | Personal- und Organisationsreferat |
RAW | Referat für Arbeit und Wirtschaft |
RGU | Referat für Umwelt und Gesundheit |
SCH | Schul- und Kultusreferat |
SOZ | Sozialreferat |
SKA | Stadtkämmerei (Finanzen) |
AutorIn | ||
Kürzel | Name | Funktion |
BW | Brigitte Wolf | Stadträtin |
DH | Dagmar Henn | Stadträtin |
OA | Orhan Akman | Stadtrat |
MF | Martin Fochler | Mitarbeiter |
MS | Mario Simeunovic | Mitarbeiter |
TK | Tino Krense | Mitarbeiter |
München, den 24.1.2012
Anfrage: Statistik-Fälschung beim Jobcenter München?
Uns liegt eine Arbeitsvermittlung-Info (AV- Info 02/2012) vom Jobcenter München vor, welche bei uns größere Bedenken und Fragen aufwirft. Laut der genannten Info wird der Begriff „Integration“ in ein reguläres Arbeitsverhältnis durch das Jobcenter München neu definiert. Demnach „zählt künftig jede Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit“, sprich auch ein Beschäftigungsverhältnis, das nur einen Tag andauert, als Integration in den Arbeitsmarkt.
Im Konkreten teilt Thomas Langer, Teamleiter Steuerung beim Jobcenter München, den Beschäftigten dort folgendes mit: „Deshalb sind künftig auch die Vermittlungen, die durch `Sofortvermittlung Großmarkt` erfolgen durch die Integrationsfachkräfte (Abmeldeverantwortliche) in VerBIS/Lebenslauf zu buchen.“ Ziel der Landeshauptstadt München ist es allerdings, möglichst viele Menschen in ein dauerhaftes und sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu bringen. Die Arbeitsanweisung des Jobcenters München steht im völligen Widerspruch zu der städtischen Beschäftigungspolitik. Zudem können wir nicht nachvollziehen, warum es sich bei den Jobs auf dem Großmarkt, um sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse handelt. Die dortigen Jobs sind kurzfristig und fallen unter die Geringfügigkeitsgrenze von 400 Euro. Sie dürften somit überhaupt nicht zur „Integration“ in den Arbeitsmarkt gezählt werden. Die neue Definition der „Integration“ ist nichts weiter als eine Schönfärberei der Integrationszahlen, die Bedürfnisse der Menschen werden dabei völlig außer Acht gelassen. Es geht dem Jobcenter München nicht um eine nachhaltige Beschäftigung, sondern nur um eine geschönte oder besser gesagt gefälschte Statistik. Auch ist es für uns nicht einsehbar, dass die Beschäftigten des Jobcenters durch diese Arbeitsanweisung dazu genötigt werden, die eigentlichen Ziele ihres Jobs zu missachten.
Vor diesem Hintergrund stelle ich folgende Fragen:
Orhan Akman
Stadtrat der LINKEN.
Stichwort: 120123_OA_Anfrage_Statistik_Faelschung_Jobcenter