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Namenskonvention der Dokumente

Erläuterung der Systematik von Dokumentnamen

Dokumente von DIE LINKE. Stadtratsgruppe München sind wie folgt benannt:
DATUM + REFERAT/ADRESSAT + AUTORIN + BESCHREIBUNG + DATEIENDUNG

Referat/AdressatIn

Kürzel

Referat/AdressatIn

BAU

Baureferat

DIR

Direktorium

EXT

sonstige

KLT

Kulturreferat

KOM

Kommunalreferat

KVR

Kreisverwaltungsref.

OBM

Oberbürgermeister

PLA

Referat für Stadtplanung und Bebauung

POR

Personal- und Organisationsreferat

RAW

Referat für Arbeit und Wirtschaft

RGU

Referat für Umwelt und Gesundheit

SCH

Schul- und Kultusreferat

SOZ

Sozialreferat

SKA

Stadtkämmerei (Finanzen)

AutorIn

Kürzel

Name

Funktion

BW

Brigitte Wolf

Stadträtin

DH

Dagmar Henn

Stadträtin

OA

Orhan Akman

Stadtrat

MF

Martin Fochler

Mitarbeiter

MS

Mario Simeunovic

Mitarbeiter

TK

Tino Krense

Mitarbeiter

28. März 2011

Anfrage „Hierarchieeffekt“ bei LoB – warum profitiert nur die Führungsebene?

Die LHM als Arbeitgeberin hat 2007 mit dem Gesamtpersonalrat (GPR) eine Dienstvereinbarung zur
Leistungsorientierten Bezahlung (LoB) nach § 18 des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst
(TVöD) abgeschlossen. Gemäß der DV-LoB erhielten im Jahr 2009 9.791 (37%) der Beschäftigten der
LHM eine Leistungsprämie. D.h. zwei Drittel der Beschäftigten der LHM entsprachen scheinbar nicht
den Anforderungen, die für eine sogenannte Leistungsprämie gefordert wurden.
Interessant ist hierbei, dass vor allem die Führungsebenen vom LoB zu profitieren scheinen und die
unteren Gehaltsgruppen kaum etwas vom LoB haben. Diese werden sowohl bei der Prämienchance,
sprich der Berechtigung potenziell eine Leistungsprämie zu erhalten als auch beim Empfang der
Leistungsprämie übergangenen bzw. fallen hinten runter.
2009 kamen 83% der Beschäftigten, die Prämienberechtigt waren aus dem Mittleren bis Höheren
Dienst. Nur 17% der Prämienberechtigten finden sich in den unteren Laufbahngruppen (Einfacher
Dienst 4%, Facharbeiter 2%, Un-/angelernte Arbeiter 11%). Im gehobenen Dienst bekamen 42% der
32% Berechtigten tatsächlich eine Prämie, bei den un-/angelernten Arbeitern waren es nur 26% von
11% Berechtigten.

Auch bei der Prämienhöhe kam es zu einer Diskriminierung der unteren Laufbahngruppen. So betrug
die durchschnittliche Prämie im Höheren Dienst 1. 057,24 Euro, im einfachen Dienst 706, 97 Euro und bei den un-/angelernten Arbeitern nur 665,96 Euro. Die Mehrheit der Prämienbezieher ist somit in den oberen Laufbahnen zu finden und bezieht eine höhere Prämie, als die Beschäftigten in den unteren Laufbahngruppen. Der Großteil der gesamten Prämienausschüttung (4,5 Millionen Euro!) in 2009, konzentriert sich demnach in den höheren Laufbahnen. Dadurch werden die Beschäftigten in den unteren Lohngruppen benachteiligt und diskriminiert.

Vor diesem Hintergrund stelle ich die folgenden Fragen:

  1. Wieso sind 83% der Prämienbezieher den höheren Laufbahnen zuzuordnen?
  2. Wie kommt die Differenz in der Höhe der Prämien zwischen den unteren und höheren Laufbahngruppen zur Stande?
  3. Wieso zahlen alle Beschäftigten in den „Prämientopf“ ein, wenn nur ein Bruchteil und dann vor allem die Besserverdiener von den Leistungsprämien profitieren?
  4. Wenn die LHM schon Wert auf das umstrittene Instrument der LoB legt, wie kann diese gerecht gestaltet werden?
  5. Wie will die LHM bzw. das POR gegen diese auseinandergehende Lohn- und Gehaltschere zwischen der Führungsebene und den unteren Gehaltsgruppen vorgehen?


Orhan Akman
Stadtrat der LINKEN.


110328_OA_HirarchieeffektLoB