Zurück zur Startseite

Suchwort:

Namenskonvention der Dokumente

Erläuterung der Systematik von Dokumentnamen

Dokumente von DIE LINKE. Stadtratsgruppe München sind wie folgt benannt:
DATUM + REFERAT/ADRESSAT + AUTORIN + BESCHREIBUNG + DATEIENDUNG

Referat/AdressatIn

Kürzel

Referat/AdressatIn

BAU

Baureferat

DIR

Direktorium

EXT

sonstige

KLT

Kulturreferat

KOM

Kommunalreferat

KVR

Kreisverwaltungsref.

OBM

Oberbürgermeister

PLA

Referat für Stadtplanung und Bebauung

POR

Personal- und Organisationsreferat

RAW

Referat für Arbeit und Wirtschaft

RGU

Referat für Umwelt und Gesundheit

SCH

Schul- und Kultusreferat

SOZ

Sozialreferat

SKA

Stadtkämmerei (Finanzen)

AutorIn

Kürzel

Name

Funktion

BW

Brigitte Wolf

Stadträtin

DH

Dagmar Henn

Stadträtin

OA

Orhan Akman

Stadtrat

MF

Martin Fochler

Mitarbeiter

MS

Mario Simeunovic

Mitarbeiter

TK

Tino Krense

Mitarbeiter

21. April 2011

Antwort eingetroffen: Stand der Bürgerarbeit in München.

Sehr geehrter Herr Stadtrat Akman,
in Ihrer Anfrage vom 28.03.2011 führen Sie Folgendes aus:„Laut der Antwort der Sozialreferentin auf meine Anfrage „Bürgerarbeit – jetzt auch in München?“ vom 24.09.2010, ist das Projekt „Bürgerarbeit“ in München im September 2010 gestartet. Das Modellprojekt besteht aus zwei Phasen. In der ersten Phase, der sogenannten Aktivierungsphase starten 500 Bewerber/innen, die für den 1. Arbeitsmarkt qualifiziert und vermittelt werden sollen. In der zweiten Phasen, der sogenannten Beschäftigungsphase erhalten 150 Projektteilnehmer/innen einen Bürgerarbeitsplatz. Zusätzlich sollen 350 Personen mit einem „erhöhten Unterstützungsbedarf“ durch einen externen Träger betreut werden. In ihrer Antwort wies die Sozialreferentin auch darauf hin, dass dem Stadtrat das Projekt in der ersten Jahreshälfte 2011, als Beschluss vorgelegt wird.“

Zu Ihren Fragen vom 28.03.2011 nimmt das Sozialreferat im Auftrag des Herrn Oberbürgermeisters im Einzelnen wie folgt Stellung:

Frage 1: Wie viele Teilnehmer/innen gab es in München in der „Aktivierungsphase“?

Antwort: Bislang sind 435 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die mindestens sechsmonatige
Aktivierungsphase eingetreten; 345 davon in das Gruppencoaching und 90 in das Einzelcoaching. Im Endausbau werden 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Gruppencoaching sowie 150 im Einzelcoaching erwartet. Die ausstehenden Zuleitungen werden sukzessive bis 30.04.2011 erfolgen.

Frage 2: Wie viele konnten nach der ersten Phase erfolgreich und dauerhaft (länger als sechs Monate) in den 1. Arbeitsmarkt integriert werden?

Antwort: Bisher wurden insgesamt 83 Integrationen erreicht. Die Zuleitungen zum Projekt „Bürgerarbeit“ erfolgten seit Anfang November 2010; daher ist eine Aussage über den Anteil der mindestens sechsmonatigen Integrationen an allen seither erzielten Beschäftigungsaufnahmen auf dem 1. Arbeitsmarkt zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich.

Frage 3: Wie viele der Teilnehmer/innen sind an Leih- bzw. Zeitarbeitsfirmen vermittelt worden?

Antwort: Von den erwähnten 83 Beschäftigungsaufnahmen sind 14 dem Bereich der Zeitarbeit zuzuordnen.

Frage 4: Wie viele Teilnehmer/innen sind nach der Aktivierungsphase in die Beschäftigungsphase übergegangen?

Antwort: Der Eintritt in die Beschäftigungsphase ist erst nach Ablauf der Aktivierungsphase (Dauer: mindestens sechs Monate) vorgesehen und möglich, also keinesfalls vor Mai 2011.

Frage 5: Wo werden diese Personen im Rahmen der Bürgerarbeit eingesetzt – welche Tätigkeiten üben sie aus?

Antwort: Die Gewinnung von Arbeitsplätzen im Rahmen der Bürgerarbeit läuft noch. Eine Abfrage zu den Qualifikationen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hat stattgefunden und wird – soweit möglich und sinnvoll – bei der Akquise der Bürgerarbeitsplätze bedacht.

Frage 6: Wie viele der sogenannten Bürgerarbeiter/innen sind „Aufstocker“ - wie viele der Personen, die nach der Aktivierungsphase erfolgreich in den 1. Arbeitsmarkt vermittelt wurden?

Antwort: Die tatsächliche Zahl derjenigen, die zur Sicherung ihres Bedarfs weiterhin Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch benötigen (sog. Aufzahler), kann immer erst mit einer zeitlichen Verzögerung (Vorlage des Arbeitsvertrages zur Berechnung notwendig) festgestellt werden. Derzeit ist eine nicht ausreichende Bedarfsdeckung auf Grund der aufgenommenen Teilzeitbeschäftigungen (insbesondere bei Alleinerziehenden) bei ca. 20 der 83 genannten Integrationen denkbar.

Frage 7: Um welchen externen Träger handelt es sich bei der Betreuung von 350 Menschen mit „Unterstützungsbedarf“?

Antwort: Die durchgeführte Ausschreibung über die Vergabestelle der Landeshauptstadt München für das Gruppencoaching hat eine Bietergemeinschaft aus der Deutschen Angestellten-Akademie (DAA) und dem Beruflichen Fortbildungszentrum der Bayerischen Wirtschaft (bfz) in München gewonnen.

Frage 8: Wie sieht die Unterstützung des externen Trägers konkret aus?

Antwort:
Inhalte der Arbeit der beiden Träger sind insbesondere:

  • Feststellen der beruflichen und persönlichen Qualifikationen und Stärken; persönliche Standortbestimmung 
  • Vermittlung berufsbezogener Grundqualifizierungen
  • Erstellung und Optimierung der Bewerbungsunterlagen
  • Aktive und intensive Hilfe bei der Suche nach einer geeigneten Arbeitsstelle
  • Beratung bei individuellen Problemlagen
  • Gezielte und individuelle Unterstützung der Bewerbungsaktivitäten; Unterbreitung von Stellenvorschlägen
  • Beratung bei Misserfolgen/Rückschlägen
  • Vermittlung berufsbezogener Grundqualifizierungen (bspw. PC-Kurs)
  • Sicherung stabiler Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Arbeitsaufnahme (bspw. Unterstützung bei der Organisation der Kinderbetreuung durch Dritte)

Weiterhin wird derzeit im Rahmen der Coachingmaßnahme eine Stellenbörse für und durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst vorbereitet (geplante Durchführung Ende April/Anfang Mai).

Frage 9: Wann wird dem Stadtrat das Projekt „Bürgerarbeit“ als Beschlussvorlage vorgelegt?

Antwort: Derzeit plant das Sozialreferat in Zusammenarbeit mit dem Referat für Arbeit und Wirtschaft eine Vorlage zum Thema Ende des Jahres 2011.


Mit freundlichen Grüßen

gez.

Brigitte Meier


Die Antwort im Original als PDF.



11_04_21_SOZ_OA_Stand_Bürgerarbeit