Dokumente von DIE LINKE. Stadtratsgruppe München sind wie folgt benannt:
DATUM + REFERAT/ADRESSAT + AUTORIN + BESCHREIBUNG + DATEIENDUNG
Referat/AdressatIn | |
Kürzel | Referat/AdressatIn |
BAU | Baureferat |
DIR | Direktorium |
EXT | sonstige |
KLT | Kulturreferat |
KOM | Kommunalreferat |
KVR | Kreisverwaltungsref. |
OBM | Oberbürgermeister |
PLA | Referat für Stadtplanung und Bebauung |
POR | Personal- und Organisationsreferat |
RAW | Referat für Arbeit und Wirtschaft |
RGU | Referat für Umwelt und Gesundheit |
SCH | Schul- und Kultusreferat |
SOZ | Sozialreferat |
SKA | Stadtkämmerei (Finanzen) |
AutorIn | ||
Kürzel | Name | Funktion |
BW | Brigitte Wolf | Stadträtin |
DH | Dagmar Henn | Stadträtin |
OA | Orhan Akman | Stadtrat |
MF | Martin Fochler | Mitarbeiter |
MS | Mario Simeunovic | Mitarbeiter |
TK | Tino Krense | Mitarbeiter |
München, den 06.10.2011
Seit dem vergangenen Jahr existiert ein Kooperationsabkommen zwischen dem bayrischen Schulministerium und der Bundeswehr, das die Präsenz der Bundeswehr in den Schulen erhöhen soll. Gleichzeitig haben sich aber durch die Abschaffung des Wehrdienstes die Voraussetzungen geändert; zum einen ist eine Werbung für die Bundeswehr jetzt grundsätzlich eine Werbung für eine Tätigkeit als Berufsoldat, zum anderen ist der Zivildienst entfallen und ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr, das bisher (lt. Antwort des Schulreferats auf meine letzte Anfrage zur Bundeswehr in den Schulen vom 30.06.2010) als „Gegenmodell“ angeboten wurde, mit einer beruflichen Tätigkeit, die Auslands- und Kriegseinsätze mit einschließt, keinesfalls mehr vergleichbar.
Auch die Veränderungen in der Zielsetzung der Bundeswehr, die in der aktuellen Ausgabe des Weißbuchs die militärische Verfolgung wirtschaftlicher Interessen mit beinhalten (wie dies auch im von den Jugendoffizieren der Bundeswehr genutzten Spiel POL&IS als „natürlich“ dargestellt wird), macht eine kritischere Betrachtung dieser Aktivitäten erforderlich. Nicht zuletzt verstößt das Material, das die Bundeswehr verwendet bzw. den Schulen zur Verfügung stellt, gegen den Beutelsbacher Konsens zur politischen Bildung an Schulen[1], nach dem es nicht erlaubt ist, die Schüler im Sinne einer erwünschten Meinung zu überrumpeln und an der Gewinnung eines selbständigen Urteils zu hindern und nach dem es geboten ist, gesellschaftlich kontroverse Fragen (zu denen Bundeswehreinsätze im höchsten Maße zählen) auch kontrovers darzustellen.
Vor diesem Hintergrund stelle ich folgende Fragen:
Dagmar Henn
Stadträtin DIE LINKE.
[1] Detailliert untersucht in einer Bacherlorarbeit an der pädagogischen Hochschule Freiburg
Stichwort: 111006_RBS_DH_Anfrage_Bundeswehr-an-Schulen