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Namenskonvention der Dokumente

Erläuterung der Systematik von Dokumentnamen

Dokumente von DIE LINKE. Stadtratsgruppe München sind wie folgt benannt:
DATUM + REFERAT/ADRESSAT + AUTORIN + BESCHREIBUNG + DATEIENDUNG

Referat/AdressatIn

Kürzel

Referat/AdressatIn

BAU

Baureferat

DIR

Direktorium

EXT

sonstige

KLT

Kulturreferat

KOM

Kommunalreferat

KVR

Kreisverwaltungsref.

OBM

Oberbürgermeister

PLA

Referat für Stadtplanung und Bebauung

POR

Personal- und Organisationsreferat

RAW

Referat für Arbeit und Wirtschaft

RGU

Referat für Umwelt und Gesundheit

SCH

Schul- und Kultusreferat

SOZ

Sozialreferat

SKA

Stadtkämmerei (Finanzen)

AutorIn

Kürzel

Name

Funktion

BW

Brigitte Wolf

Stadträtin

DH

Dagmar Henn

Stadträtin

OA

Orhan Akman

Stadtrat

MF

Martin Fochler

Mitarbeiter

MS

Mario Simeunovic

Mitarbeiter

TK

Tino Krense

Mitarbeiter

20. Januar 2010

Wohin verschwanden Münchens Kurzarbeiter?

München, den 20.01.10

Anfrage: Wie steht es wirklich um den Münchner Arbeitsmarkt?

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

in einem Artikel der Abendzeitung vom 09.01. wurde unter der Überschrift „Soviel kostet uns die Krise“ die Entwicklung von Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit im Arbeitsamtsbezirk München sowie die der entsprechenden Kosten dargestellt. Hierbei ergab sich zwar ein Rückgang der Kurzarbeit seit vergangenem Juli sowie ein Rückgang der Arbeitslosigkeit; allerdings stieg ein etwas unklarer Posten unter dem Titel „Transferleistungen“ von 6,2 Millionen Euro im Jahr 2008 auf 28,8 Millionen Euro im Jahr 2009.

Diese Transferleistungen wurden im Artikel wie folgt erläutert: “Unternehmen, die die wirtschaftliche Situation nicht mehr durch Kurzarbeitergeld überbrücken können und Entlassungen erwägen, können sogenannte Transferleistungen in Anspruch nehmen.“ Der Anstieg dieser derart erläuterten Transferleistungen bei gleichzeitigem Rückgang der Kurzarbeit weckt den Verdacht, die Kurzarbeit könne allein deshalb zurückgegangen sein, weil sich die Betroffenen mittlerweile in Transfergesellschaften befinden. Allerdings war der Münchner Presse bisher nichts derartiges zu entnehmen. Auch die Berichte der Arbeitsagentur schweigen sich, von der aufs Jahr bezogenen Summe einmal abgesehen, darüber aus. Für eine realistische Wahrnehmung der tatsächlichen Entwicklung auf dem Münchner Arbeitsmarkt wäre eine Klärung erforderlich.

Hierzu habe ich folgende Fragen:

  1. Handelt es sich bei den im Artikel erwähnten Transferleistungen um Zahlungen an Transfergesellschaften?
  2. Falls ja, wie viele Beschäftigte befinden sich in München in solchen Gesellschaften?
  3. Wie hat sich ihre Zahl und die Höhe der entsprechenden Leistungen in den vergangenen Monaten entwickelt?
  4. Wie viele der Betroffenen waren zuvor in Kurzarbeit?
  5. Bis wann werden die Beschäftigten in den Transfergesellschaften verbleiben?
  6. Wie viele dort Beschäftigte kehren nach Beendigung der Transfermaßnahmen in den ersten Arbeitsmarkt zurück? Wieviele werden voraussichtlich in Rente gehen?

Dagmar Henn
Stadträtin DIE LINKE.


Stichwort: 100120_RAW_DH_Anfrage_Transfergesellschaften